Museum

Winckelmann-Museum

Stendal: Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), Begründer der Klassischen Archäologie und neueren Kunstwissenschaft. Umfangreiche Winckelmann-Sammlung. Kinder- und Erlebnismuseum mit dem größten Trojanischen Pferd der Welt.

Das Winckelmann-Museum widmet sich dem Begründer der Klassischen Archäologie und neueren Kunstwissenschaft Johann Joachim Winckelmann (1717-1768). Es wurde an der Stelle seines Geburtshaus am 31. Januar 1955 eröffnet.

In der ständigen Ausstellung wird die umfangreiche Winckelmann-Sammlung gezeigt, die die 1940 gegründete Winckelmann-Gesellschaft über Jahrzehnte zusammen­getragen hat.

Am 8. Juni 1768 wurde Winckelmann in einem Hotelzimmer in Triest Opfer eines grausamen Mordes.

Winckelmanns Lebensweg

Die Ausstellung nimmt dieses Ereignis zum dramaturgischen Ausgangspunkt und verfolgt seinen ungewöhnlichen Lebensweg: seine Herkunft als armer Schustersohn in Stendal, den teils dornenreichen Bildungsweg, die Anstellungen in Seehausen und im sächsischen Nöthnitz und die richtungsweisende Stippvisite in Dresden, schließlich sein Leben und Wirken in Rom und in anderen Orten Italiens sowie seinen Ruhm in Europa.

Mäzenatenmuseum

Im Dachgeschoss des Museums befindet sich das sogenannte Mäzenatenmuseum („8000 Jahre Kunst”). Gezeigt werden dort Sammlungen und Künstlernachlässe, die von Mitgliedern der Winckelmann-Gesellschaft gestiftet wurden. Kernstück ist die Sammlung von Dr. Wolfgang von Wangenheim, denn sie widmet sich jenen Werken, die bereits Johann Joachim Winckelmann fasziniert haben: Italienansichten und Werke der Antikenrezeption des 18. Jahrhunderts. Neben zahlreichen hochwertigen Grafiken, darunter Radierungen von Giovanni Battista Piranesi und Giuseppe Vasi und Farbradierungen nach Raffaels Fresken in den Vatikanischen Loggien zählen hierzu auch Zeichnungen nach berühmten antiken Skulpturen oder Plastiken in Gips und Bronze.

Skulpturenhof und Park

Der Skulpturenhof lädt als stimmungsvoller Ort zum Verweilen ein. Im Winckelmann-Park steht das größte begehbare Trojanische Pferd der Welt – größer als das in Troja –und gibt einen schönen Blick über die Stadt.

Entspannung findet man als Besucher auch im Museumsgarten, ausgestattet mit Skulpturen und einem Götter­zelt.

Winckelmann-Museum ist bei:

Literatenmuseen

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #102318 © Webmuseen