Ausstellung 25.05. bis 12.09.22

Markgräfliche Residenz

Die Kräuter Frankens

Ansbach, Markgräfliche Residenz: Im Leonhart-Fuchs-Garten wird eine Auswahl an fränkischen Kulturpflanzen aus dem „New Kreütterbuch” vorgestellt und auf Infotafeln erläutert: der Majoran, das Süßholz, der Wirsing, der Meerrettich oder auch die Weinrebe. Bis 12.9.22

Im Leonhart-Fuchs-Garten wird eine Auswahl an fränkischen Kulturpflanzen aus dem „New Kreütterbuch” vorgestellt und auf Infotafeln erläutert.

Der Fuchsgarten ist ein kleiner Teil des Ansbacher Hofgartens, der 2001 als Kräutergarten zu Ehren des Botanikers Leonhart Fuchs angelegt wurde. Leonhart Fuchs war ab 1528 für sieben Jahre als Leibarzt für den Ansbacher Markgrafen tätig und veröffentlichte 1543 das „New Kreüterbuch”. Das umfassende Heilpflanzenbuch zählt zu den bedeutendsten Werken botanischer Literatur. Es nahm erstmals eine wissenschaftliche Benennung von über 400 einheimischen und ca. 100 fremdländischen Heil- und Arzneipflanzen vor.

Heute werden wieder über 200 Pflanzenarten aus dem „New Kreüterbuch” von den Gärtnern der Schloss- und Gartenverwaltung Ansbach im Fuchsgarten angebaut. Darunter befinden sich auch einige Pflanzen, die bis heute für Franken eine bedeutende Rolle in wirtschaftlicher oder kultureller Hinsicht spielen.

So prägte der Majoran auch schon zu Leonhart Fuchs Lebzeiten den Geschmack der Ansbacher Bratwurst, doch war sicherlich nicht abzusehen, welche Bedeutung manch andere Kräuter in den kommenden Jahrhunderten erlangen sollten: das Süßholz, der Wirsing, der Meerrettich oder auch die Weinrebe.

Die Präsentation im Fuchsgarten bietet einen neuen Blick auf diese Pflanzen, die Teil unserer alltäglichen Ernährung sind. Dazu werden die ausgestellten Pflanzen mit den historischen Anwendungen als Heilkräuter und den kolorierten Holzstichen aus dem New Kreüterbuch ergänzt. Im direkten Vergleich mit der Pflanze wird die Qualität der Darstellungen dem Besucher deutlich vor Augen geführt.

Die detaillierten Pflanzendarstellungen des New Kreüterbuch ermöglichten eine konkrete Zuordnung der aus antiken Schriften übernommenen Anwendungen zu den abgebildeten Pflanzen und waren somit wegweisend für die Pflanzendarstellung ihrer Zeit.

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