Version
12.3.2024
Georg Petel, Kreuzigungsgruppe zu „Goldene Passion”, DE-80538 München
Georg Petel, Kreuzigungsgruppe (Detail), 1624/1626

Ausstellung 21.03. bis 30.06.24

Goldene Passion

Georg Petel und das Rätsel seiner Kreuzigungsgruppe

Bayerisches Nationalmuseum

Prinzregentenstraße 3
DE-80538 München
Nicht mehr besuchbar:
Ausstellungsende erreicht.

Georg Petel (1601/02-1634) war der erste und einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer des Barock. Bereits während seiner Wanderjahre, die ihn von 1620 bis 1624 in die Niederlande, nach Frankreich und Italien führten, wurde er als junges Künstlergenie gefeiert. Im Anschluss ließ er sich 1625 in Augsburg nieder, wo er bis zu seinem frühen Tod 1634 prestigereiche Aufträge für Kirchen und Klöster sowie für Fürsten und Patrizier ausführte.

Die Studioausstellung löst ein spannendes Rätsel im Werk des aus Weilheim stammenden Künstlers, der noch im 18. Jahrhundert als „deutscher Michelangelo” gerühmt wurde. Sie präsentiert die spektakuläre Rekonstruktion seiner kleinformatigen vergoldeten Kreuzigungsgruppe aus einer Christusfigur des Bayerischen Nationalmuseums und den virtuos gestalteten Schächern aus dem Berliner Bode-Museum.

Die Darstellung zeigt Christus, der mit zwei Verbrechern gekreuzigt wurde. Während der unbußfertige Schächer Jesus verhöhnte und sich von ihm abwandte, bat der andere ihn um Beistand, wofür er ihm das Paradies versprach. Diese bislang verlorengeglaubte Christusfigur wird nun mit dem Kruzifixus des Bayerischen Nationalmuseums identifiziert.

Der Ausstellung ging ein mehrjähriges Forschungsprojekt mit der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst in Berlin voraus. Dabei konnten die kunsthistorischen Erkenntnisse durch naturwissenschaftliche Untersuchungen untermauert werden. In der Ausstellung visualisieren computertomografische Aufnahmen die Herstellungstechnik der Bronzen und erlauben den Blick ins Innere der Werke.

Mit etwas mehr als einem Dutzend Exponaten sind neben den kostbaren Bronzen weitere Meisterwerke des genialen Künstlers sowie seiner Zeit zu sehen, darunter Leihgaben aus Brüssel, der Alten Pinakothek und der Staatlichen Graphischen Sammlung in München sowie des Stadtmuseums Weilheim. Zusätzlich konnte ein spektakulärer Elfenbein-Kruzifixus Petels aus französischem Privatbesitz ausgeliehen werden

POI

Ausstellungsort

Bayerisches National­museum

Eines der großen euro­päi­schen Museen, die sowohl der bil­den­den Kunst als auch der Kultur­ge­schichte gewid­met sind. Bestände mit Schwer­punkt Bayern von der Spät­antike bis zum begin­nen­den 20. Jahr­hundert.

Bis 15.11.2026, im Haus

Kuckucks­eier

Die Inter­vention gleicht einer prickelnd aufge­lade­nen Spannungs­studie: nach­denklich, tief­gründig oder humor­voll, immer aber treffsicher und unter­haltsam.

Ab 24.9.2026, im Haus

Liminal Spaces

Faszi­nie­rende Ansichten von natür­lichen und künst­lichen, kon­kreten und abstrakten Räumen zeugen von der Fantasie und Kreativität der Künstlerin.

Im gleichen Haus

Samm­lung Bollert

Dependance, Oberschleißheim

Altes Schloss

Heimat der Ver­trie­be­nen aus Ost- und West­preußen, Geschichte, Kultur und Schick­sal dieses Landes, die be­son­deren Merk­male von Land­schaft und Men­schen, Bedeu­tung der Region für Deutsch­land und die euro­päi­schen Nachbarn.

Dependance, Rotthalmünster

Museum im ehe­maligen Kloster Asbach

Ab­guß­samm­lung mittel­alter­licher Bild­werke, Meister­werke der Schmiede­kunst, Möbel aus Nieder­bayern.

Verantwortlich für den Inhalt nach §18 Abs. 2 MStV:
Rainer Göttlinger • Felsenstr. 19 • 90449 Nürnberg
Pressemitteilungen willkommen
#3102226 © Webmuseen Verlag