Ausstellung 17.03.21 bis 13.02.22

Jüdisches Museum München

Im Labyrinth der Zeiten

Mit Mordechai W. Bernstein auf den Spuren des jüdischen Deutschlands

München, Jüdisches Museum München: In den Jahren 1948 bis 1951 besuchte Mordechai W. Bernstein rund 800 Orte auf der Suche nach Überresten von Spuren deutsch-jüdischer Kultur. Die Ergebnisse veröffentlichte er in drei Bänden in jiddischer Sprache. Bis 13.2.22

Mordechai W. Bernstein (1905-1966) war Mitarbeiter des „Jüdischen Wissen-schaftlichen Instituts” (YIVO) in Wilna, das 1941 nach New York übersiedelte. Er erhielt den Auftrag, für das YIVO Dokumente und Materialien zu suchen, die während der NS-Zeit geraubt worden waren.

In den Jahren 1948 bis 1951 besuchte er aber auch rund 800 Orte auf der Suche nach Überresten von Spuren deutsch-jüdischer Kultur. In drei Bänden in jiddischer Sprache veröffentlichte er die Ergebnisse seiner Suche und schaffte so ein musée imaginaire der zerstörten deutsch-jüdischen Kultur.

Die Ausstellung zeigt 18 Objekte, die Mordechai W. Bernstein aufgespürt hat und stellt Bernsteins Blick aus der Perspektive der unmittelbaren Nachkriegszeit dem heutigen gegenüber. Die Bandbreite reicht dabei von einer antiken Öllampe mit Menora, über eine verbrannte Tora-Krone aus Laupheim bei Ulm bis hin zu einem Modell der im Juni 1938 zwangsweise abgebrochenen Münchner Hauptsynagoge und zeigt so die Vielfalt deutsch-jüdischer Kultur auf.

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