Ausstellung 21.03. bis 14.11.21

Stadtmuseum Simeonstift

Orte jüdischen Lebens in Trier

Eine Spurensuche in Interviews

Trier, Stadtmuseum Simeonstift: Viele Orte in Trier erzählen von jüdischem Leben: über 30 Video-Interviews an den Schauplätzen in Trier und der Großregion laden dazu ein, vermeintlich bekannte Orte neu zu entdecken. Bis 14.11.21

Über Jahrhunderte bestand eine jüdische Gemeinde in Trier und brachte der Stadt nachhaltige Impulse. Bis heute zeugen die historischen Häuser der Judengasse oder der jüdische Friedhof in der Weidegasse sichtbar von dieser Vergangenheit.

Viele Orte in Trier erzählen von diesem jüdischen Leben: Es sind Geschichten alteingesessener Familien, hoffnungsvoller Geschäftsleute und talentierter Kunstschaffender. Aber die Häuser, Straßen und Plätze waren auch Zeugen von Pogromen, Verfolgungen und der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens im Nationalsozialismus.

Über 30 Video-Interviews an den Schauplätzen in Trier und der Großregion laden dazu ein, vermeintlich bekannte Orte neu zu entdecken, und lassen die Spuren dieser Geschichte ebenso sichtbar werden wie die lebendige Gegenwart jüdischen Lebens in Trier.

Vorgestellt werden Händler, Künstler, Gelehrte, aber auch Orte wie der jüdischen Friedhof, die Synagoge und die Museumssammlungen.

Der Blick weitet sich auch über Trier hinaus: das Arye Maimon-Institut, das Dorf Aach bei Trier, die Synagogen in Wittlich und Thionville, die jüdischen Friedhöfe in Bingen und Worms. In kurzen Erläuterungen werden teils neue Forschungsergebnisse vorgestellt, teils wird bereits Bekanntes an Ort und Stelle referiert. Geringe Abweichungen in Details sind vor dem Hintergrund laufender Recherchen zu verstehen.

Die Schwerpunkte der Interviews liegen im Mittelalter sowie im 19. und 20. Jahrhundert.

Stadtmuseum Simeonstift ist bei:
Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1049904 © Webmuseen