Version
8.1.2026
(modifiziert)
La Rêveuse (Träumende Schäferin) zu „Residenzgalerie (Museum)”, AT-5020 Salzburg
François Boucher, La Rêveuse, nach 1760 bis um 1763, Öl/Leinwand
© Residenzgalerie Salzburg, Aufnahme Fotostudio Ulrich Ghezzi, Oberalm
Reinhold, Salzburger Landschaft zu „Residenzgalerie (Museum)”, AT-5020 Salzburg
Friedrich Philipp Reinhold, Salzburger Landschaft, um 1820, Öl/Leinwand
© Residenzgalerie Salzburg, Aufnahme Fotostudio Ulrich Ghezzi, Oberalm
Mayburger, Watzmann zu „Residenzgalerie (Museum)”, AT-5020 Salzburg
Josef Michael Mayburger, Watzmann, 1866, Öl/Leinwand
© Residenzgalerie Salzburg, Aufnahme Fotostudio Ulrich Ghezzi, Oberalm
Friedrich Gauermann, Traunkirchen zu „Residenzgalerie (Museum)”, AT-5020 Salzburg
Friedrich Gauermann, Traunkirchen mit Traunstein, 1829, Öl/Leinwand
© Residenzgalerie Salzburg, Aufnahme Fotostudio Ulrich Ghezzi, Oberalm
Rudolf von Alt, Attersee zu „Residenzgalerie (Museum)”, AT-5020 Salzburg
Rudolf von Alt, Attersee, 1830, Öl/Leinwand
© Residenzgalerie Salzburg, Aufnahme Fotostudio Ulrich Ghezzi, Oberalm
Cornelis de Heem, Stillleben zu „Residenzgalerie (Museum)”, AT-5020 Salzburg
Flämischer Barock: Cornelis de Heem, Stillleben mit Austern, Zitronen und Trauben, Öl/Eichenholz
Inv. Nr. 561 © RGS/Ghezzi
Waldmüller, Kinder im Fenster zu „Residenzgalerie (Museum)”, AT-5020 Salzburg
Ferdinand Georg Waldmüller, Kinder im Fenster (Ausschnitt), Öl/Leinwand
Inv. Nr. 335 © RGS/Ghezzi
Thomas Ender, Großglockner mit Pasterze zu „Residenzgalerie (Museum)”, AT-5020 Salzburg
Thomas Ender, Der Großglockner mit der Pasterze, um 1830, Öl/Holz
Inv. Nr. 592 © RGS/Ghezzi

Museum

Residenzgalerie

(ab 28. April 2026 geschlossen)

Juli bis Aug:
tägl. 10-18 (17) Uhr
Sept bis Juni:
Mo, Mi-So 10-17 (16) Uhr
Ab 28. April 2026:
geschlossen

Das Museum befindet sich im Osttrakt der Residenz und ist als Teil des DomQuartiers in den ausgewiesenen Rundgang miteinbezogen.

Ursprünglich dienten die Räume dem Erzbischof Franz Anton Fürst Harrach als Audienz- und Wohnzimmer. Unter Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo wurden sie Ende des 18. Jahrhunderts erstmals zur Aufstellung der fürsterzbischöflichen Gemäldesammlung genutzt.

Nach großen Verlusten durch die Wirren der Napoleonischen Kriege gründete das Land Salzburg 1923 mit den verbliebenen Beständen die Residenzgalerie und erweiterte sie bis 1991 vor allem durch Ankäufe aus der ehemaligen Wiener Adelssammlung Czernin.

Ihre Schwerpunkte liegen in der europäischen Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts, insbesondere der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Darüber hinaus bietet die Galerie eine Begegnung mit bedeutenden italienischen, französischen und österreichischen Meistern des 17. und 18. Jahrhunderts. Werke österreichischer Malerei des 19. Jahrhunderts (Waldmüller, Amerling, Makart, Ender) runden den Museumsbestand ab.

Die Bade­szene dient als Vor­wand für die Akt­dar­stellun­gen – das eigent­liche Thema des Werkes.

Historienmalerei: zwischen dem späten 16. und dem 18. Jahrhundert entwickelten sich bestimmte Vorstellungen davon, was gute Kunst ist. Man war überzeugt, dass Kunst nach bestimmten Regeln gelehrt und gelernt werden kann. Zahlreiche europäische Staaten gründeten Akademien mit festen Satzungen. Nur wer die Ausbildung einer solchen Akademie durchlaufen hatte, erhielt offizielle Aufträge.

Auftraggeber waren Kaiser- und Königshäuser, Adelige, Kirchen und Klöster sowie das gehobene Bürgertum. Vielschichtige Bildthemen erfordern allerdings auch die Kenntnis der dargestellten Geschichten, die jedoch – damals wie heute – nicht allen Menschen geläufig sind. Badeszenen dienten oft als Vorwand für Aktdarstellungen.

Vom Kapu­ziner­berg aus zeigt uns der Maler Franz Xaver Mandl seine Geburts­stadt.

Die Landschaftsmalerei zeigt naturnahe oder stilisierte Darstellungen von bestimmten realen oder erfundenen Gegenden. Sie zeigen Ansichten von Städten, Architekturen (Veduten) und Seestücke. Bis ins 17. Jahrhundert hinein dienten sie zudem als Hintergrundfolie von Porträts oder Historien. Die akademische Lehre wies ihr im 17. und am Beginn des 18. Jahrhunderts allerdings – neben dem Stillleben – die unterste Stufe zu.

Erst im Zeitalter der Aufklärung verhalfen ihr neue philosophische Denkansätze, etwa jene von Jean-Jaques Rousseau, zu größerem Ansehen und akademischer Akzeptanz und Wertschätzung, insbesondere durch das Aufkommen der Freilichtmalerei im 19. Jahrhundert. Ihre Beliebtheit ist bis heute ungebrochen.

Salzburg und seine Umgebung erlebten um 1800 einschneidende Veränderungen. Als Folge der die Wirren der Napoleonischen Kriege verlor die Stadt 1803 ihre politische Selbständigkeit. Etwa zur gleichen Zeit entdeckten Schriftsteller, Gelehrte und Künstler Salzburg und seine Umgebung als Reiseziel.

Vom Kapuzinerberg aus zeigt Franz Xaver Mandl (1812-1880) seine Geburtsstadt. Im Unterschied zur heutigen Zeit fallen Veränderungen ins Auge. Verschwundene Details sind etwa die Salzachschiffer, die Stadtmauer sowie die zur Salzach hinabführende Rampe.

Haltung und heraus­fordern­der Blick der Ehefrau Hans Makarts signa­li­sieren Selbst­bewusst­sein.

Die Porträtmalerei ehrt Herrschende oder hält Verstorbene in Memorialbildern in Erinnerung. Porträts nahmen in der Gattungshierarchie nach der Historie den zweiten Rang ein. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich unterschiedliche Porträttypen. Von wesentlicher Bedeutung für die Bildwirkung sind die Wahl des Ausschnitts, die Ansicht des Kopfes, der Blick, die Gestik, die Position und Pose sowie die Gestaltung des Bildraums.

Neben der herrschenden Elite waren es im Holland des 17. Jahrhunderts und im Mitteleuropa des 18. Jahrhunderts zunehmend die Bürger, die als Auftraggeber in Erscheinung traten. Die so entstandenen Porträts bestechen durch eine Fülle an Malweisen, Stilen und Typen.

Die Popularität des Porträts ist bis heute ungebrochen und findet mit der persönlichen Inszenierung auf diversen Social-Media-Plattformen eine neue Ausprägung.

Darstellungen des alltäglichen Lebens werden als Genremalerei bezeichnet. Sie zeichnet sich durch einen hohen Realitätsbezug und Lebensnähe aus. Einen ersten Höhepunkt erreichte die Bildgattung in den Sittenbildern der flämischen und holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Küchen-, Wirtshaus- und Marktszenen waren genauso beliebt wie die Wiedergabe häuslicher Tätigkeiten oder die Schilderung geselligen Beisammenseins.

Neben dem Aspekt der Unterhaltung transportierten viele Werke moralische Botschaften, übten Sozialkritik oder spielten mit sinnlichen Reizen.

Stillleben befassen sich mit der Darstellung lebloser Dinge – etwa von Früchten, toten Tieren, Blumen oder alltäglichen Gegenständen – und erlebten im Holland des 17. Jahrhunderts eine beispiellose Blütezeit. Nicht selten wiesen einzelne Dinge symbolische Bedeutung auf, die es zu entschlüsseln galt.

Äußerst beliebt war im 19. Jahrhundert die Wiener Blumenmalerei, die Blumen aus verschiedenen Jahreszeiten in einem Werk vereint.

Der Verfasser hat die Residenzgalerie am 10. Januar 2026 besucht.

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Rainer Göttlinger
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