Ausstellung 30.03. bis 24.10.21

Jüdisches Museum München

Spitzenhaus Rosa Klauber

München, Jüdisches Museum München: Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte des Spitzenhauses und der Familie Klauber und zeigt erstmals in München Spitzen aus der aktuellen New Yorker Produktion. Bis 24.10.21

Das Spitzenhaus Rosa Klauber in der Theatinerstraße 35 gehörte als Königlich Bayerischer Hoflieferant zu den ersten Adressen für Innenausstattung und Wäsche in München. Seine Gründerin, Rosa Klauber (1820-1901), kam Mitte des 19. Jahrhunderts als Markthändlerin aus Böhmen nach München. Ihr gelang der Aufstieg von der „Judenreihe” auf der Auer Dult ins Münchner Bürgertum.

In den 1920er Jahren eröffneten ihre Enkel eine zweite Geschäftsfiliale am Marienplatz sowie eine hochmoderne Wäschefabrik in der Dachauer Straße. Dort arbeitete zwischen 1935 und November 1938 auch Kurt Landauer, langjähriger Präsident des FC Bayern, als kaufmännischer Angestellter. 1938/39 mussten die Enkel Rosa Klaubers Erbe zurücklassen und aus dem nationalsozialistischen Deutschland fliehen. In New York bauten sie sich eine neue Existenz auf. Heute produziert die Familie Spitze in der sechsten Generation.

Die Studienraumausstellung beleuchtet die Geschichte des Spitzenhauses und der Familie Klauber. Durch umfangreiche Quellenrecherche und Austausch mit den Nachkommen konnten zahlreiche Fotos und historische Dokumente zusammengetragen werden. Daneben zeigt die Ausstellung erstmals in München Spitzen aus der aktuellen New Yorker Produktion.

Die von Juliette Israël entworfene Szenographie bringt ein heute vergessenes Schaufenster zurück in die Münchner Innenstadt.

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