Version
23.3.2024
Carl Spitzweg, Die Angebetete zu „Carl Spitzweg, Die Angebetete”,
Carl Spitzweg, Die Angebetete, um 1840, Öl auf Leinwand
Spitzweg, Selbstbildnis zu „Carl Spitzweg, Die Angebetete”,
Carl Spitzweg, Selbstbildnis (Ausschnitt), 1840/42, Öl auf Leinwand
Spitzweg zu „Carl Spitzweg, Die Angebetete”,
Carl Spitzweg, Der Sonntagsspaziergang zu „Carl Spitzweg, Die Angebetete”,
Carl Spitzweg, Der Sonntagsspaziergang, 1841, Öl auf Holz
Spitzweg, Der arme Poet zu „Carl Spitzweg, Die Angebetete”,
Carl Spitzweg, Der arme Poet, Vorstudie auf Papier/Karton, um 1837

Exponat

Carl Spitzweg, Die Angebetete

Der rote Schirm
Museum Georg Schäfer

Einen alleinstehenden, greisen und kurzsichtigen Mann macht seine Liebesglut in diesem Gemälde von Carl Spitzweg zum Gespött der Leute: in Ermangelung seiner Brille kniet er vor einer Kleiderpuppe und macht ihr einen Heiratsantrag.

Der Verfasser hat das Bild in der Ausstellung „Der rote Schirm” (Museum Georg Schäfer, 17. März bis 16. Juni 2024) entdeckt.

Carl Spitzweg (1808-1885) gilt als der berühmteste deutsche Maler des Biedermeier. Hinter seinen romantisierenden Idyllen verbergen sich oft witzige Gesellschaftssatiren, in denen Liebe, Ehe und Erotik zu den Schlüsselthemen gehören. Mit Komik und Ironie nimmt der Großbürgerssohn Spitzweg darin die Moralvorstellungen des Bürgertums „aufs Korn”.

Ein bislang übersehenes, aber überaus wichtiges Detail in der Bildwelt Spitzwegs ist ein roter Regenschirm, den er in mehr als 60 Gemälden wie ein Requisit in Szene setzt.

Die Schweinfurter Ausstellung geht der Frage nach, welche Bedeutung der Schirm in Sachen Liebe hat. Sie erlaubt damit nicht nur einen neuen Blick auf Spitzwegs Leben und seinen Liebesbegriff, sondern auch auf sein Frauenbild und die Geschlechterrollen im 19. Jahrhundert.

POI

Standort

Museum Georg Schäfer

Ge­mälde und Ar­bei­ten auf Papier vom aus­gehen­den 18. bis zum Beginn des 20. Jahr­hun­derts - vom späten Rokoko über die Klassi­zisten bis hin zu den Im­pres­sio­nisten.

Beitrag, 4.5.2024

Der rote Schirm

Museum, Aachen

Suer­mondt-Ludwig-Museum

Kunst aus drei Jahr­tau­sen­den: bürgerliche Kunstkammer, nieder­län­di­sche Male­rei des gol­de­nen Zeit­alters und mittel­alter­liche Skulp­tur, großformatige Gemälde niederländischer und flämischer Künstler, Düsseldorfer Malerschule, Klassische Moderne und Expressionismus. Glasmalerei.

Museum, Düsseldorf

Museum Kunst­palast

Um­fang­reiche Kunst- und Kunst­ge­werbe­samm­lun­gen des frühe­ren Kunst­museums. Werke der ita­lie­ni­schen und hollän­di­schen Malerei und Skulp­tur, Kunst­ge­werbe und Möbel. Hoch­karä­tige Aus­stel­lun­gen.

Ab 14.7.2024, Schweinfurt

Tod und Teufel

Erst­mals be­leuch­tet eine Schau das Erbe und die Fort­führung unter­schied­licher künstle­rischer Strate­gien des Horrors in Mode, Musik, Film, sowie in der zeit­ge­nössi­schen Kunst.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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