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31.12.2023
(modifiziert)
Park und Museum zu „Lehmbruck Museum (Museum)”, DE-47051 Duisburg
Foto: Jürgen Diemer
Stillende zu „Lehmbruck Museum (Museum)”, DE-47051 Duisburg
Stehende zu „Lehmbruck Museum (Museum)”, DE-47051 Duisburg
Wilhelm Lehmbruck, Stehende, 1910
Foto: Dejan Saric
Abendstimmung zu „Lehmbruck Museum (Museum)”, DE-47051 Duisburg
Foto: Dr. Thomas Köster

Museum

Lehmbruck Museum

Zentrum Internationaler Skulptur

Friedrich-Wilhelm-Straße 40
DE-47051 Duisburg
Ganzjährig:
Di-Fr 12-17 Uhr
Sa-So 11-17 Uhr

Wilhelm-Lehmbruck-Sammlung, internationale Skulptur und Objektkunst, deutsche Malerei und Graphik.

Wilhelm Lehmbruck (1881-1919), einer der bedeutendsten Bildhauer der Moderne, war international künstlerisch tätig und lebte in Düsseldorf, Paris, Berlin und Zürich. Das Museum, entworfen von seinem Sohn Manfred Lehmbruck, gehört mit seinen Werken des 20. und 21. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Skulpturensammlungen Europas.

Für das Lehmbruck Museum ist die Sicherung des gesamten Lebenswerkes Lehmbrucks, das die Basis dieser herausragenden internationalen Sammlung von Skulpturen des 20. Jahrhunderts bildet, von zentraler Bedeutung. Es konnte im Laufe der Jahrzehnte insgesamt 165 Werke des Künstlers erwerben und bietet heute den weltweit vollständigsten Überblick zum Leben und Werk Lehmbrucks.

Skulptur und Objektkunst

Die Sammlung internationaler Skulptur und Objektkunst der Moderne, das Kernstück des Museums, umfasst bedeutende Beispiele der Klassischen Moderne, des Expressionismus, des Surrealismus und der konstruktivistischen Skulptur. Hier finden sich Werke bedeutender Künstlerpersönlichkeiten wie Ernst Barlach, Joseph Beuys, Constantin Brâncuși, Salvador Dalí, Rebecca Horn, Käthe Kollwitz, René Magritte, Henry Moore, Niki de Saint Phalle oder Richard Serra. Darüber hinaus besitzt das Museum die größte Werkgruppe von Alberto Giacometti in Deutschland.

Der Erweiterungsbau zeigt exemplarisch die wichtigsten Bewegungen der Kunstgeschichte seit den sechziger Jahren: raumgreifende Installationen, ikonische Skulpturen und Objekte mit Hauptwerken der Arte Povera, der Minimal Art oder auch Günther Ueckers geheimnisvoller Nagelkubus „Grab der verlorenen Erinnerung”.

Spielerische Freude an Mechanik und Bewegung zeigt das „Märchenrelief” von Jean Tinguely und ebenso das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik.

Malerei

Eingebunden in die Präsentation internationaler Skulptur ist die erlesene Sammlung deutscher Malerei, die von der Jahrhundertwende bis in die Sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts reicht. Darüber hinaus besitzt das Duisburger Museum eine beeindruckende grafische Sammlung.

Zu den Meisterwerken der Gemäldesammlung des Lehmbruck Museums gehören Werke der Brücke-Künstler Ernst-Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Otto Mueller sowie des ihnen verbundenen Emil Nolde, aber auch Arbeiten von Künstlern wie August Macke, Heinrich Campendonk und Christian Rohlfs aus dem rheinisch-westfälischen Raum. Gemälde von Alexej von Jawlensky, Oskar Kokoschka und den Sturm-Künstlern Johannes Molzahn und Thomas Ring ergänzen die Gemälde des Expressionismus.

Konstruktive Tendenzen vom Kubismus über Bauhaus und Neue Sachlichkeit bis zum Surrealismus bilden das verbindende Element der Werke von Oskar Schlemmer, Walter Dexel, Lyonel Feininger, Georg Muche, Max Beckmann oder Max Ernst. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges formiert sich die Kunst des Informel als internationales Phänomen, die Grenzen zwischen Malerei und Objekt beziehungsweise Skulptur beginnen zu verschwimmen.

In den Werken von Willi Baumeister, Ernst Wilhelm Nay, Emil Schumacher, Karl Otto Götz, Gerhard Hoehme und Bernhard Schultze ist noch heute der starke, oft anarchische Ausdruckswille und das Gefühl von Befreiung nach Diktatur und Krieg spürbar.

Grafik

Mit fast 500 Exemplaren nehmen die Werke Henry Moores (1898-1986) einen besonders großen Anteil der Grafischen Sammlung ein.

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