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14.2.2023
Kiel wird grüner zu „Kiel wird grüner”, DE-24103 Kiel
Quelle: Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum

Ausstellung 04.12.22 bis 28.05.23

Kiel wird grüner

Der Wandel des Stadtbildes in den 1920er Jahren

Stadtmuseum Warleberger Hof

Dänische Straße 19
DE-24103 Kiel
Mitte April bis Mitte Okt:
Di-So 10-18 Uhr
Mitte Okt bis Mitte April:
Di-So 10-17 Uhr

Im Jahr 1922, also vor 100 Jahren, präsentierten Stadtbaurat Willy Hahn und Gartenarchitekt Leberecht Migge mit dem „Grünflächen- und Siedlungsplan” ein fortschrittliches Konzept für die Zukunft Kiels. Damit wurden die Weichen für die städtebauliche Entwicklung der ehemaligen Marinestadt neu gestellt.

Was damals geplant und gebaut wurde, ist bis heute im Stadtbild erkennbar. Angesichts der klimapolitischen und sozialen Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft heute steht, erscheinen die Grünflächen- und Wohnbauprojekte der 1920er aktueller denn je.

Nach dem Ersten Weltkrieg litt Kiel, wie viele andere deutsche Städte auch, an den Folgen des Boom-Wachstums in der Kaiserzeit. Zu beengten und unhygienischen Wohnverhältnissen und einem Mangel an Grünflächen kamen eine schlechte Versorgungslage und hohe Arbeitslosigkeit. An die Stelle einer auf rasantes Wachstum ausgelegten Stadtplanung trat nun erstmals die sozial orientierte Idee des Grüngürtels. Das Modell der „grünen” Stadterweiterung war auf der Höhe seiner Zeit und wirkte in vielfacher Hinsicht. Es verband moderne soziale, hygienische sowie volkswirtschaftliche Aspekte. Neue Kleingärten halfen dabei, die Ernährung zu verbessern. Zusätzlich schufen die Stadtplaner Raum für Erholung, Sport und Spiel. Industrie und Gewerbe verlagerten sie auf Flächen außerhalb der Wohngebiete.

Ausgehend von der städtebaulichen Vision von Hahn und Migge begibt sich die Ausstellung auf Spurensuche nach dem Kieler Stadtbild der 1920er Jahre. Pläne, Zeichnungen sowie erstmals gezeigte Fotos der städtischen Lichtbildstelle aus dem Bestand des Stadtarchivs eröffnen einen Blick auf dieses vom Aufbruch geprägte Jahrzehnt. Utopie gebliebene Planungen stehen dabei gleichberechtigt neben realisierten Bauprojekten. Sie zeigen die Möglichkeiten, aber auch die Beschränkungen im Kiel der Weimarer Republik.

POI

Ausstellungsort

Stadt­museum Warle­berger Hof

Denkmal­geschütztes Gebäude mit präch­tigem Sand­stein­portal. Stadt­geschichte, Kunst- und Kultur­ge­schichte, popu­läre Grafik, Ge­schichte des Kunst­hand­werks und der Photo­graphie.

Dependance, Kiel

Stadt- und Schiff­fahrts­museum Fisch­halle

Schiffs­modelle aller Zeiten, nau­tische Instru­mente, Kapitäns­bilder und Galions­figuren. Legen­därer Kieler Knaben­anzug. Das erste deutsche U-Boot im Modell, ein Echo­lot im Original, Kaiser­pano­rama mit 3-D-Bildern. Monu­men­tale See­stücke und Marine­malerei.

Museum, Kiel

Kunst­halle zu Kiel

Ro­man­ti­ker, russi­sche Wander­maler, Ex­pres­sio­nisten (Nolde, Brücke), Kunst nach 1945 bis heute.

Museum, Kiel

Anti­ken­samm­lung der Kunst­halle zu Kiel

Museum, Kiel

Zoo­lo­gi­sches Mu­seum

Museum, Kiel

Medi­zin- und Pharma­zie­histo­ri­sche Samm­lung

Origi­nale funk­tions­fähige Sach­zeugen aus ver­schie­denen Berei­chen der Medizin und Phar­ma­zie. Apo­theken-Arbeits­räume aus der Zeit vor­indu­stri­eller Arz­nei­mittel­her­stellung, Aus­stattung einer Arzt­praxis (1890-1960), Sektions­raum

Museum, Kiel

Stadt­galerie Kiel

Museum, Kiel

Geo­lo­gi­sches und Mi­ne­ra­lo­gi­sches Mu­seum

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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