Ausstellung 17.05. bis 13.11.22

Deutsches Jagd- und Fischereimuseum

Mikroplastik in unseren Gewässern

München, Deutsches Jagd- und Fischereimuseum: Mikroplastik gilt nach der Klimaerwärmung als weltweit größte Umweltbedrohung. Bis 13.11.22

Mikroplastik gilt nach der Klimaerwärmung als weltweit größte Umweltbedrohung. Das Problem beginnt im Kleinen: in Flüssen nehmen Organismen wie Fadenwürmer, Insektenlarven oder Muscheln kleinste Plastikpartikel auf und reichen sie in der Nahrungskette nach oben weiter.

Mikroplastik kann die Mägen der Tiere verstopfen. Sie verlieren dann an Gewicht und Vitalität, überdies können Plastiklfasern zu Schäden an Fischkiemen führen. Mikroplastik setzt auch gefährliche Chemikalien frei: in unseren Gewässern landen pro Jahr bis zu 20.000 Tonnen Abrieb von Autoreifen. Aus ihm entweicht das Fischgift „6PPD-Chinon”. Jüngsten Forschungen zufolge tötet es bereits in geringen Mengen Bachsaiblinge und Regenbogenforellen! An Mikroplastik lagern sich zudem Metalle, Giftstoffe und Keime an, die Wasserorganismen weiter gefährden.

Mikroplastik bedroht uns alle: wir essen und trinken es und atmen es ein, mehr als 200.000 Partikel im Jahr. Zudem nimmt das Meer mehr Treibhausgase auf als alle Wälder der Erde und bremst so die Klimalerwärmung. Diese globale Schutzfunktion wird durch Mikroplastik bedroht. Das sollte umgehend für Aufsehen sorgen und große Besorgnis auslösen, mahnen Wissenschaftler.

Die Ausstellung zeigt eindringlich die Gefahr, die Plastikpartikel für unsere Gewässer darstellen.

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