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21.9.2016
 zu „Museum Papiermühle Homburg (Museum)”, DE-97855 Triefenstein
Das liebevoll restaurierte Gebäude am Bischbach
Foto: Oliver Wieser, Landkreis Main-Spessart
 zu „Museum Papiermühle Homburg (Museum)”, DE-97855 Triefenstein
Foto: Oliver Wieser, Landkreis Main-Spessart

Museum

Museum Papiermühle Homburg

Gartenstraße 7
DE-97855 Triefenstein
Mai bis Okt:
Di-Fr 10-12, 14-16 Uhr
Sa-So+Ft 10-12, 14-17 Uhr
Nov bis April:
geschlossen

Das Museum Papiermühle Homburg zeigt die Herstellung von Papier im 18. und 19. Jahrhundert mitsamt der dazugehörigen Maschinen, die Handpapierherstellung mit Bütte und Schöpfsieb sowie die Wohnräume der Papiermacherfamilie.

Aus der Homburger Papiermühle kamen einst vor allem Schreib- und Spezialpapiere, bis 1910 auch handgeschöpfte Büttenpapiere. Vor dem Zweiten Weltkrieg bis zur Stillegung 1975 spezialisierte sich die Mühle auf Aktendeckel und Packpapiere, die in ganz Deutschland verkauft und ins Ausland exportiert wurden.

Leben und Arbeiten

Wohnraum und Werkstatt befanden sich in der Papiermühle nicht nur unter einem Dach, sondern waren auch eng miteinander verknüpft: gearbeitet wurde unmittelbar neben den Wohnräumen in allen Etagen, insbesondere aber im Keller und im Trockenboden. Am späten Abend kontrollierte der Papiermüller im Keller noch einmal die Technik, manchmal musste er auch schnell bei aufkommendem Wind die Lüftungsklappen im dreistöckigen Trockenboden schließen, damit das dort aufgehängte Papier keinen Schaden nahm.

Die Anschaffung der Rundsiebmaschine 1883, mit der vor allem Altpapier wiederverwertet wurde, ermöglichte der Homburger Papiermühle eine rentable Pappenherstellung. Dennoch blieben noch viele manuelle Arbeitsschritte übrig.

Zu sehen ist neben Werkzeugen, Utensilien und Maschinen aus dem 19. und 20. Jahrhundert v.a. ein sog. „Holländer”, eine Zerfaserungsmaschine für Papierrohstoffe wie Lumpen, Hanf, Baumwolle und altes Papier. Die Wohnsituation im Museum ist weitgehend unverändert und zeigt ein Schlafzimmer aus den 1920er Jahren, die übrigen Wohnräume stellen schwerpunktmäßig den Zustand der 1950er und 1960er Jahre dar. Der Besucher erhält zusammen mit Text- und Bildtafeln ein lebendiges wie authentisches Bild der Lebensgewohnheiten der ehemaligen Mühlenbewohner.

Ein eindrucksvoller Höhepunkt während einer Führung sind die laufenden Kleinmaschinen. Und bei Vorführungen der manuellen Papierherstellung dürfen Besucher sogar selbst mit beiden Händen in die „Materie eintauchen”, also einen Papierbogen schöpfen.

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Rainer Göttlinger
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