Reklamekunst statt Kunstgewerbe?

111/99 – Fragen zur Gestaltungssprache der Moderne

Museum der Dinge (Werkbund-Archiv)
23.11.2018-18.2.2019

Oranienstraße 25
10999 Berlin

www.museumderdinge.de

Mo, Do-So 12-19 Uhr

Die Gegen­über­stellung von Re­klame­kunst und Kunst­gewerbe deutet die beiden Pole Öko­nomie und Kunst an, zwischen denen sich der Deutsche Werk­bund bewegte, der als Inter­essen­verband sowohl kultu­relle als auch wirt­schaft­liche Ziele verfolgt hat.

Bild
Teller, Hersteller unbekannt, 1920-30er Jahre
Reklamekunst statt Kunstgewerbe? :: Ausstellung
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1909 – bereits zwei Jahre nach der Gründung des Deutschen Werkbunds 1907 – entsteht in Hagen das erste Werkbund-Museum: das Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe (DM). Bis zu seiner Auflösung Anfang der 1920er Jahre nach dem Tod seines Gründers, dem Unternehmer und Werkbund-Mitglied Karl Ernst Osthaus, entwickelt sich das Museum mit seiner ungewöhnlichen, auf Zirkulation und Vernetzung ausgerichteten Struktur zu einer effektiven Förderstelle für die moderne Gestaltung alltäglicher Güter.

Die Ausstellung zeigt eine kürzlich erworbene Sammlung kommerzieller Grafik aus dem Kontext des DM. Die Gegenüberstellung von Reklamekunst und Kunstgewerbe deutet die beiden Pole Ökonomie und Kunst an, zwischen denen sich der Deutsche Werkbund bewegte, der als Interessenverband sowohl kulturelle als auch wirtschaftliche Ziele verfolgt hat.