Ausstellung 05.06. bis 20.10.19

Museum für Franken

Sieben Kisten mit jüdischem Material

Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute

  • Tora-Aufsatz zu „Sieben Kisten mit jüdischem Material (2019)”, DE-97082 Würzburg
    Tora-Aufsatz aus der Würzburger Synagoge, Berlin, nach 1887, Silber
    © Museum für Franken, Foto: Klaus Bauer, Hahn Media, Würzburg

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  • April bis Okt:
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  • Nov bis März:
    Di-So 10-16 Uhr

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Bayern zahlreiche Jüdinnen und Juden in die Städte verzogen oder emigrierten, drohten die Landgemeinden zu verschwinden. Zurück blieben zum Teil prächtige Synagogenbauten mit kostbaren Ritualgegenständen. Um diese vor dem Verfall zu retten, beauftragte in den 1920er Jahren der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden den Kunsthistoriker Theodor Harburger (1887-1949), in die Orte zu reisen und das Synagogeninventar zu dokumentieren. Die damals von Harburger fotografierten und beschriebenen Objekte gelten heute entweder als verschollen oder sind in der ganzen Welt verstreut.

80 Jahre nach dem Novemberpogrom, in dessen Zuge Synagogeneinrichtungen geschändet oder beschlagnahmt wurden, besteht kaum noch Hoffnung, verschwundene Ritualgegenstände jemals wiederzufinden. Vor diesem Hintergrund kam es im Jahr 2016 im Depot des heutigen Museums für Franken in Würzburg zu einem spektakulären Fund: man stieß auf mehrere Kisten mit jüdischen Ritualgegenständen, die zum Teil bis zur Unkenntlichkeit verbrannt oder fragmentiert waren.

Die Ausstellung präsentiert erstmals diese geraubten und lange Zeit vergessenen jüdischen Ritualgegenstände - darunter wertvoller Tora-Schmuck, Chanukka- Leuchter, Seder-Teller und vieles mehr - und erzählt ihre Geschichten.

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