Museum für Sepulkralkultur

Stephan Balkenhol. Deadline

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„Deadline” ist Stephan Balkenhols erste thematische Ausstellung, die frühere und neue Arbeiten zum Tod zeigt.

Mit den in der Ausstellung versammelten Arbeiten bedient Balkenhol sich der seit Jahrhunderten tradierten Bildformeln der abendländischen Sepulkralkultur – im christlichen Verständnis ein Memento mori, das auf die Vergänglichkeit des irdischen Lebens verweist –, entzieht seinen Figuren jedoch jegliches Pathos. Er verweigert sich expressiver Gestik und Mimik. Der Ausdruck seiner Figuren ist emotionslos, und sie schauen gelassen in ein Nirgendwo. Sie sind präsent, wirken verletzlich und gleichzeitig distanziert und abwesend.

Diese Ambivalenz zeigt sich auch, wenn ein Mann mit schwarzer Hose und weißem Hemd in der ausgestreckten Hand einen Totenschädel hält. Die Assoziationen weisen in Richtung Hamlet, doch in der Abstraktion des Menschenbilds spiegelt sich zugleich jede Betrachterin und jeder Betrachter wider.

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