Ausstellung 17.09. bis 31.12.21

Die Albertina

Modigliani

Revolution des Primitivismus

Wien, Die Albertina: Der früh verstorbene Italiener blieb stets ein Außenseiter und Einzelgänger, der seinen eigenen Stil verfolgte. Bis 31.12.21

Er war zeitlebens von Armut, Schicksalsschlägen, Drogenexzessen und schwerer Krankheit gezeichnet, konnte nur mit seiner Kunst für Miete und das Nötigste zum Überleben aufkommen. Heute zählt der 1920 im Alter von nur 35 Jahren verstorbene Amedeo Modigliani (1884-1920) zu den teuersten Künstlern der Geschichte.

Das Leben Modiglianis lässt sich an Dramatik kaum überbieten: bereits im Alter von von elf Jahren erlitt er eine schwere Rippenfellentzündung. Mit 14 Jahren erkrankte er an Typhus, einer seinerzeit als tödlich geltenden Krankheit. Später litt er an chronischer Tuberkulose, die den nur 35-Jährigen im Januar 1920 letztlich das Leben kostete.

130 Hauptwerke

Die umfassende Retrospektive würdigt den Maler und Bildhauer aus Livorno anlässlich seines 100. Todestages mit einer spektakulären, rund 130 Objekte aus drei Kontinenten umfassenden Retrospektive mit Hauptwerken aus den renommiertesten Museen und Privatsammlungen von den USA bis Singapur, von Großbritannien bis Russland mit größeren Leihgaben aus dem Musée Picasso-Paris und der Sammlung Jonas Netter, der ein großer Förderer Modiglianis zu seinen Lebzeiten war.

Modigliani bezog sich in seinen Werken einerseits auf die Renaissance, griff aber andererseits auch afrikanische, ägyptische, ostasiatische und griechisch-archaische Kunst auf. Auf diese lebenslange Auseinandersetzung mit den Ursprüngen der Kunst legt die einzigartige Schau besonderes Augenmerk.

Der Italiener blieb stets ein Außenseiter und Einzelgänger, der seinen eigenen Stil verfolgte. Und doch stellt sein Brückenschlag zwischen moderner Kunst und Jahrhunderte zurückliegenden Epochen einen bis heute aktuellen, herausragenden und völlig individuellen Beitrag in der Kunstgeschichte dar.

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