Museum

Römisches Museum

Remagen: Archäologische Funde aus dem Kastell Rigomagus. Zivilsiedlung und Gräberfeld aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n.Chr., Terra sigillata Manufaktur Sinzig aus dem 2. Jahrhundert n.Chr., Leben und Tod in einem römischen Hilfstruppenkastell

Um die zahlreichen Funde aus der Römerzeit angemessen zeigen zu können, die im 19. Jahrhundert in Remagen geborgen worden waren, baute die Stadt kurz nach der Jahrhundertwende eine gotische Kapelle aus dem 15. Jahrhundert zum Museum um. Bei den Arbeiten wurden knapp unter dem Fußboden große Säulenbasen gefunden. Sie gehörten zum Stabsgebäude („Principia”) des römischen Hilfstruppenkastells Rigomagus und sind noch heute in originaler Lage erhalten.

Das Museum wurde im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, und ein Großteil der Sammlung ging verloren. Doch es gibt noch immer spannende Objekte aus der Zivilsiedlung und dem Gräberfeld des 1. bis 4. Jahrhunderts n. Chr. sowie der Terra sigillata Manufaktur Sinzig aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., die einen Besuch lohnen.

Das kleine Museum hat den Vorteil, dass der Besucher in kurzer Zeit viel über Leben und Tod in einem römischen Hilfstruppenkastell erfahren kann.

Im Keller wird der Besucher durch acht Gräber in die Begräbnissitten des 1. und 2. Jahrhunderts eingeführt. Die Ausstellung im Erdgeschoss behandelt, überwiegend durch Inschriften, das tägliche Leben der Soldaten. Auf der Empore veranschaulichen Fundstücke aus Keramik, Glas, Terrakotta und Metall römische Handwerkskunst. Alle Ausstellungsstücke wurden in Remagen gefunden.

Eine der kleinsten, aber auch interessantesten Inschriften wurde in den feuchten Ton eines Krugbodens geschrieben, bevor dieser getrocknet und gebrannt wurde: „quisquis amat / pueros sene / finem puellas / rationem sacli / no refert!”

Der Name RIGOMAGVS ist der keltischen Sprache entnommen. Daher wurde bis vor kurzem angenommen, es habe hier eine keltische Vorgängersiedlung gegeben. Archäologisch gibt es jedoch keinen Beleg dafür. Im späten 3. oder beginnenden 4. Jh. n. Chr. wurde das Kastell zu einer Festung umgebaut. Wie der Geschichtsschreiber Ammianus Marcellinus berichtet, hat das „Rigomagum oppidum” den Germaneneinfall von 355 unzerstört überstanden. Ab dem 5. Jahrhundert schließlich sind Christen auf Inschriften nachgewiesen.

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