Ausstellung 24.09. bis 30.12.22

Museum der Stadt Worms

Spiel um die Macht

Von Canossa nach Worms

Worms, Museum der Stadt Worms: Das im Investiturstreit vom Papst infrage gestellte Recht auf die Einsetzung von Bischöfen durch den Kaiser war von herausragender Bedeutung für die Stellung des Kaisertums. Die spannende Geschichte wird modern und spielerisch in Form einer Graphic Novel im Stil von „Banksy” erzählt. Bis 30.12.22

2022 jährt sich mit der Beilegung des Investiturstreits durch das Wormser Konkordat ein Ereignis europäischen Ranges zum 900. Mal: mit dem Austausch des „Wormser Konkordats” am 23. September 1122 zwischen dem römisch-deutschen Herrscher Heinrich V. und den Legaten des Papstes in Worms, einem der Zentralorte des mittelalterlichen Reiches, fand ein seit Jahrzehnten schwelender Konflikt zwischen Papst und Kaiser um die Vorherrschaft, der sogenannte Investiturstreit, seinen Abschluss. Der Vertrag hatte nachhaltige Folgen für Königs- und Reichsherrschaft einerseits und die Kirche andererseits.

Das im Investiturstreit vom Papst infrage gestellte Recht auf die Einsetzung von Bischöfen durch den Kaiser war von herausragender Bedeutung für die Stellung des Kaisertums: für die regierenden Könige bzw. Kaiser waren die Bischöfe zentrale „Säulen der Macht”. Durch das „Wormser Konkordat” wurde die bis dahin bestehende Einheit von Kaiser- und Papsttum jedoch aufgehoben, worunter die sakrale Aura des Kaisers stark litt. Das sollte zur Neuorientierung der Idee des Kaisertums unter den Staufern führen.

Die spannende Geschichte rund um den Investiturstreit wird modern und spielerisch in Form einer Graphic Novel im Stil von „Banksy” erzählt. Besucher erfahren alles über die Hintergründe des Konflikts, den Gang nach Canossa und die teils blutigen Auseinandersetzungen. Wer möchte, kann sich mit einem „Escape Spiel” für's eigene Handy durch die Ausstellung navigieren. Geschichte wird hier einmal anders erlebbar, passend auch für jüngere Zielgruppen und Familien.

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