Ausstellung 07.04. bis 20.11.22

Müritzeum

Federnlesen

Einblicke in die faszinierende Welt der Federn

Waren, Müritzeum: Die Sammlung des Ornithologen Manfred Lüpke umfasst einzelne gefundene, aber auch selbst entfernte („gerupfte”) Federn von tot aufgefundenen Vögeln. Bis 20.11.22

Aus Federn kann man lesen wie aus einem Buch. Farben, Größe und Struktur sind Ausdruck ihrer vielfältigen Eigenschaften und Funktionen. In naturkundlichen Sammlungen sind Federn wertvolle Informationsquellen der Forschung und anschauliche Studienobjekte für die Umweltbildung. Welche Erkenntnisse aus Federn gelesen werden können und welche Funktionen die Wunderwerke aus Keratin haben, ist in der Ausstellung mit beeindruckenden Exponaten zu sehen.

Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Rupfungen der umfangreichen Sammlung des Ornithologen Manfred Lüpke, die er 2020 an das Müritzeum übergab. Seine Leidenschaft für Federn entwickelte der gelernte Polsterer und Tapezierer aus Interesse an der Ornithologie. Seine Sammlung umfasst einzelne gefundene, aber auch selbst entfernte („gerupfte”) Federn von tot aufgefundenen Vögeln. Die Federn stammen überwiegend von heimischen Vögeln, aber auch exotische Federn aus zoologischen Einrichtungen oder mitgebrachte Federn aus der ganzen Welt sind Teil seiner eindrucksvollen Sammlung. Seine Erkenntnisse über Vögel und Federn teilte Manfred Lüpke in seiner etwa 60jährigen Sammeltätigkeit mit vielen Wissenschaftlern und veröffentlichte diese in Fach­zeit­schriften.

Mit den 685 Rupfungen der Sammlung von Manfred Lüpke verdoppelte sich die Federsammlung der ornithologischen Sammlung im Müritzeum.

Über 3.000 Vogelpräparate, 3.900 Gelege mit 11.000 Eiern, 274 Skelette und über 1.355 Rupfungen umfasst die Vogelsammlung in den Naturhistorischen Landessammlungen für Mecklenburg-Vorpommern heute. Belege daraus sind als Exponate in der Dauerausstellung „Vogelwelt“ im Müritzeum zu sehen.

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