Museum

Heinrich Schliemann Museum

Ankershagen: Leben und Wirken des Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann. Originalfunde aus Troja, Replikate aus dem Schatz des Priamos und den Gräberfunden in Mykene. 6m hohe hölzerne Nachbildung des Trojanischen Pferdes im Außengelände.

Das Museum befaßt sich in zehn Themenräumen mit dem Leben und Wirken des Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann und veranschaulicht es durch Originalfunde aus Troja, Replikate aus dem Schatz des Priamos sowie den Gräberfunden von Mykene.

Das Außengelände beherrscht eine 6 Meter hohe hölzerne Nachbildung des Trojanischen Pferdes.

Schliemanns Lebensweg

Geboren 1822 in Neubukow als fünftes von neun Kindern des Pastors Ernst Schliemann, verbrachte Schliemann seine Kinderjahre im sagenreichen Ankershagen. Nach der Kaufmannslehre in Fürstenberg suchte er vergeblich Arbeit in Rostock und Hamburg. Ein Schiffbruch vor Holland beendete die geplante Auswanderung nach Amerika und führte Schliemann nach Amsterdam.

Als Agent für ein holländisches Handelshaus kam Schliemann nach Russland, errichtete hier ein eigenes erfolgreiches Handelsgeschäft, erwarb die russische Staatsbürgerschaft, wurde Multimillionär und gründete eine Familie.

Autodidaktisch erlernte er 20 Sprachen, zog sich aus dem Geschäftsleben zurück, reiste durch die Welt, widmete sich den Wissenschaften, erhielt die Doktorwürde der Universität zu Rostock und heiratete nach seiner Scheidung eine 17-jährige Griechin.

Schliemann starb 1890 in Neapel, sein Ehrengrab befindet sich auf dem Athener Zentralfriedhof.

Der Archäologe

Schliemann war ein Pionier der „Spatenarchäologie” und führte die ersten Tiefengrabungen durch, was ihm in der Fachwelt viel Widerspruch eintrug. Mit den goldreichen Schachtgräbern von Mykene (Maske des Agamemnon) entdeckte er eine längst vergessene Kultur. In Orchomenos legte er das „Kuppelgrab des Königs Minyas” frei.

Mit der Entdeckung des „Schatz des Priamos” erfüllte er sich schließlich den Kindheitstraum von der Entdeckung Trojas. Aus dem autodidaktischen Ausgräber war ein weltweit anerkannter Wegbereiter der Archäologe und der wissenschaftlich-methodischen Grabungstechnik geworden, welche bis dahin lediglich in der schatzsuchenden Aushebung wertvoller Einzelobjekte, nicht aber der nun systematischen Freilegung eines Areals bestand.

Heinrich Schliemann Museum ist bei:

Biographische Museen

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #104118 © Webmuseen