Ausstellung 13.10.19 bis 13.10.24

Stadtmuseum Amberg

Mensch ärgere Dich nicht

Das beliebte Brettspiel für Jung und Alt

Amberg, Stadtmuseum Amberg: 1907 entwickelte der in Amberg geborene Josef Friedrich Schmidt in seiner winzigen Wohnung in München-Giesing das Spiel „Mensch ärgere Dich nicht”. Es wird zum beliebtesten Spiel der Deutschen: bis heute sind mehr als 90 Millionen Exemplare verkauft worden. Bis 13.10.24

1907 entwickelt der in Amberg geborene Josef Friedrich Schmidt (1871-1948), um seinen drei lebhaften Söhnen einen spannenden Zeitvertreib zu verschaffen, in seiner winzigen Wohnung in München-Giesing das Spiel „Mensch ärgere Dich nicht”: er zeichnet ein Spielfeld in Kreuzform auf eine alte Hutschachtel und kreiert nach älteren Vorbildern wie Pachisi, Eile mit Weile und Ludo, aber mit vereinfachten Regeln, ein Rauswerfspiel für Groß und Klein.

Es wird zum Spiel der Gefühle. Der emotionale Titel „Mensch ärgere Dich nicht” dürfte einen entscheidenden Beitrag zum späteren Erfolg geliefert haben. Die ersten Exemplare sind nur für Familie und Freunde gedacht. 1914 beginnt der erste Weltkrieg. Der Patriot Schmidt schickt 3.000 in seiner Werkstatt produzierte Spiele als Spende an die deutschen Lazarette, um damit verwundeten Frontsoldaten eine Freude zu bereiten. Das Spiel wird begeistert aufgenommen.

Spielefabrik J.F. Schmidt

1916 meldet Schmidt ein Gewerbe als Spielefabrik J.F. Schmidt an. Anfangs läuft der Verkauf schleppend.

Nach Kriegsende 1918 machen die ehemaligen Soldaten das Spiel deutschlandweit bekannt. Bereits 1920 verkauft Schmidt mit großem Erfolg eine Million Spiele zum Preis von 35 Pfennig pro Stück. „Mensch ärgere Dich nicht” wird zum beliebtesten Spiel der Deutschen. Bis heute sind mehr als 90 Millionen Exemplare verkauft worden.

In der Ausstellung wird die Geschichte dieses Spiels von den Anfängen bis heute nachgezeichnet. Zu sehen sind originale Spiele (1920 bis heute), aber auch Vorläufer, Nachahmungen sowie Beispiele aus Werbung, Film und Fernsehen.

Stadtmuseum Amberg ist bei:
Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1050604 © Webmuseen