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2.2.2024
(modifiziert)
Museum Kunstpalast am Ehrenhof zu „Museum Kunstpalast (Museum)”, DE-40479 Düsseldorf
Museum Kunstpalast am Ehrenhof. Foto: Stefan Arendt, Medienzentrum Rheinland/LVR
Skulptur „Der Gähner“ (um 1775) von Franz Xaver Messerschmidt, Bronze zu „Museum Kunstpalast (Museum)”, DE-40479 Düsseldorf
Blick auf die Skulptur „Der Gähner“ (um 1775) von Franz Xaver Messerschmidt, Bronze, schwarz patiniert, Höhe 35 cm (o. Sockel) Schenkung Dr. M. J. Binder. Foto: Stefan Arendt
Blick in das Glasmuseum Hentrich zu „Museum Kunstpalast (Museum)”, DE-40479 Düsseldorf
Glasmuseum: Blick in das Glasmuseum Hentrich. Foto: Lothar Milatz
Besucher in der Gemäldegalerie zu „Museum Kunstpalast (Museum)”, DE-40479 Düsseldorf
Besucher in der Gemäldegalerie. Foto Stefan Arendt, Medienzentrum Rheinland/LVR
Rheinische Muttergottes, Köln, um 1360, zu „Museum Kunstpalast (Museum)”, DE-40479 Düsseldorf
Besucher vor der Skulptur: Rheinische Muttergottes, Köln, um 1360, Nussbaum, weitgehend ursprüngliche Fassung, H. 132 cm. Foto: Stefan Arendt, Medienzentrum Rheinland/LVR
Arnold Böcklin, Basel 1827- 1901, San Domenico b. Florenz zu „Museum Kunstpalast (Museum)”, DE-40479 Düsseldorf
Arnold Böcklin, Basel 1827- 1901, San Domenico b. Florenz, (Detail) Die schlafende Diana, von zwei Faunen belauscht, 1877/85, Öl auf Leinwand, 77,4 x105 cm, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf.
Ernst Ludwig Kirchner, Liegende, 1911 zu „Museum Kunstpalast (Museum)”, DE-40479 Düsseldorf
Ernst Ludwig Kirchner, Liegende, 1911, (Detail) Öl auf Leinwand, 95x170cm, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf.

Museum

Museum Kunstpalast

Ehrenhof 4-5
DE-40479 Düsseldorf
0211-56642100
info@smkp.de
Während der Ausstellungen:
Di-Mi, Fr-So 11-18 Uhr
Do 11-21 Uhr

Seit der Neueröffnung 2001 hat sich das Haus mit hochkarätigen Ausstellungen wie Joan Miró, Salvador Dalí, Andy Warhol, Caravaggio, Bonjour Russland, Zerbrechliche Schönheit, Diana und Actaeon und Per Kirkeby einen internationalen Ruf erarbeitet. Auch die im Museum Kunstpalast beheimateten Sammlungen wie die Gemäldegalerie mit der vielbeachteten Rubens-Galerie, die Skulpturensammlung, das Graphische Kabinett sowie die Glassammlung Hentrich genießen weltweit hohes Ansehen.

Die Gemäldegalerie umfasst Werke der europäischen Malerei vom 15. bis Anfang des 20. Jahrhunderts, von der Renaissance bis zum Impressionismus. Ihre Geschichte geht zurück bis zur legendären Gemäldegalerie des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz Ende des 17. Jahrhunderts. Heute umfasst die Sammlung rund 3000 Gemälde mit den Schwerpunkten niederländische und flämische Malerei des 17. Jahrhunderts, römische und norditalienische Gemälde des 17.-18. Jahrhunderts mit einer für Deutschland einzigartigen Sammlung von 350 Ölskizzen des Barock sowie Malerei des Klassizismus und des 19. Jahrhunderts, besonders der Düsseldorfer Malerschule von 1819 bis 1918.

Die Werke der Renaissance (Cima da Conegliano, Giovanni Bellini, Lucas Cranach d.Ä.) gehören zu den ältesten der Sammlung. Die flämische Barockmalerei ist durch rund 300 Werke von Peter Paul Rubens bis Joos van Winghe prominent vertreten. Dazu zählen auch die großformatige „Himmelfahrt Mariae” und „Venus und Adonis” von Rubens aus der kurfürstlichen Sammlung. Die niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts sind mit wichtigen Werken präsent. Ein Konvolut hochwertiger Stillleben rundet den Bestand ab.

625 Dauerleihgaben der Akademie bereichern seit 1932 den Schwerpunkt der Gemälde des 15. bis 18. Jahrhunderts und bilden einen der Höhepunkte innerhalb der Sammlung. Innerhalb der venezianisch-norditalienischen Malerei des 18. Jahrhunderts sind Bernardo Bellotto und Francesco Guardi hervorzuheben. Klein, aber fein ist die Gruppe klassizistischer Gemälde mit Werken von Jakob Philipp Hackert, Henri Regnault, Koch oder Angelika Kauffmann.

Ab 1913 mit Gründung des Museums wurden Werke des 19. Jhs. der Kunstzentren Berlin, Dresden, Düsseldorf, München und Paris erworben. Die Basis bildeten zunächst die 450 Werke der Düsseldorfer Malerschule des Vereins zur Errichtung einer Gemäldegalerie zu Düsseldorf. Die Düsseldorfer Malerschule umfasst heute mehr als 1200 Gemälde, u.a. von A. und O. Achenbach, Bendemann, Hasenclever, Hildebrandt, Hübner, Jerichau-Baumann, Lessing, E. und J. W. Preyer, Schadow, Sohn oder Tidemand.

Bedeutende Arbeiten der Nazarener Cornelius, Overbeck oder Schnorr von Carolsfeld schließen sich nahtlos an die Düsseldorfer Schule an, ebenso Werke, welche die Ausstrahlung nach Karlsruhe, Weimar, Worpswede, Belgien und Frankreich veranschaulichen.

Unter den Gemälden der Romantik bis zum Impressionismus geben C.D. Friedrich, Gustav Carus, Dahl oder L. Richter Einblicke in die Blütezeit der Dresdner Landschaftsmalerei. Werke von der Biedermeierzeit bis zum Naturalismus sind ebenso wie die des Symbolismus mit Anselm Feuerbach, Marées oder Arnold Böcklin gut repräsentiert. Die Münchner Malerschule mit Carl Spitzweg, Wilhelm Trübner oder Fritz von Uhde steht im Dialog mit der Berliner Malerei von Carl Blechen, Menzel und Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt.

Die Graphische Sammlung bewahrt Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafik und Buchmalerei auf Papier und Pergament aus acht Jahrhunderten. 1913 gegründet, wurde die Sammlung stetig sowohl durch Ankäufe als auch durch geschlossene Konvolute erweitert.

Der Aufbau einer umfassenden Skulpturensammlung begann 1928 mit der Eröffnung des Kunstmuseums im Ehrenhof. Ihr Fokus lag bis zum Zweiten Weltkrieg vorrangig auf der mittelalterlichen Plastik. Heute umfasst die Sammlung insgesamt über 1300 Exponate von Kleinbronzen über Elfenbein bis hin zu lebensgroßen Holz- und Steinplastiken aus der Zeit des 11. bis 19. Jahrhunderts. Zu den thematischen Schwerpunkten gehört die christliche Kunst des Spätmittelalters mit Marien-, Christus- und Heiligendarstellungen, die eindrucksvoll den Wandel in der Gestaltung von der Romanik zur Gotik aufzeigen.

Einen besonderen Höhepunkt bilden die Werke der rheinischen und süddeutschen Spätgotik, die durch ihre handwerkliche Virtuosität die künstlerische Entwicklung der spätgotischen Skulptur vergegenwärtigen, in der sich die Einflüsse der italienischen Renaissance mit frühbarocken Impulsen verbinden.

In der Glassammlung wird die Geschichte des künstlerischen Umgangs mit Glas erzählt, vom altägyptischen Ohrschmuck bis zu den Bildwerken zeitgenössischer Künstler. Die Stärke der Glassammlung liegt in ihrer Geschlossenheit, die von der Antike bis in die Gegenwart einen fast vollständigen Überblick über die Geschichte der Glaskunst bietet. Viele der „Sternstunden” in der Entwicklung der Glaskunst sind hier mit einzigartigen Hauptwerken belegt.

Für die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ist die Klassische Moderne in Deutschland bestimmend. Die Malerei des Expressionismus und des „Jungen Rheinlandes”, Kunst der Neuen Sachlichkeit und des Konstruktivismus sind mit herausragenden Beispielen vertreten, die Malerei der „Brücke” und des „Blauen Reiters” mit Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Max Pechstein sowie Wassily Kandinsky, Alexej Jawlensky, Emil Nolde und August Macke, ergänzt durch Hauptwerke von Gert Wollheim, Otto Dix und Jankel Adler.

Bedeutende Skulpturen der Klassischen Moderne von Ernst Barlach, Wilhelm Lehmbruck, Alexander Archipenko und Rudolf Belling vervollständigen die Abteilung Moderne Kunst.

esentliche Bereiche der Kunst nach 1945 werden durch das Informel mit K. O. Götz, Peter Brüning, Gerhard Hoehme, Winfred Gaul und der Gruppe ZERO mit Heinz Mack, Otto Piene, Günther Uecker sowie einen umfangreichen Bestand an Werken der Farbfeldmalerei und der Op Art markiert, die mit einer ganzen Reihe wichtiger internationaler Positionen belegt sind.

Eine Besonderheit der Sammlung sind die beiden Themenkomplexe Creamcheese und das von Daniel Spoerri gegründete Eat Art Restaurant, wo man sich traf: Vertreter des Nouveau Réalisme wie Arman und César, Popkünstler wie Roy Lichtenstein und Andy Warhol konnten hier Joseph Beuys und dessen Umkreis mit Künstlern wie Blinky Palermo, Katharina Sieverding, Reiner Ruthenbeck oder Ulrike Rosenbach begegnen.

Die Arbeiten der Modernen Abteilung reichen bis in die unmittelbare Gegenwart.

Der Großteil der Werke in der Sammlung Fotografie, knapp über 3000 Arbeiten, stammt aus dem ehemaligen Bestand der Galerie Kicken Berlin, einer der renommiertesten internationalen Fotogalerien, und kam durch einen Ankauf im Dezember 2018 in das Haus.

Die Abteilung Zeitbasierte Medien bewahrt Videokunst und computerbasierte Formen wie Augmented und Virtual Reality, darunter auch zentrale Arbeiten des aus Südkorea stammenden Künstlers Nam June Paik, der 1979 bis 1996 an der Kunstakademie Düsseldorf die Videokunst-Klasse leitete. Paik hat einige beeindruckende Spuren in der Sammlung hinterlassen.

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