Museum

Deutsches Medizinhistorisches Museum

Ingolstadt: Einzigartige medizingeschichtliche Sammlung zur abendländischen Medizin von der Antike bis in die Gegenwart. Abteilung Medizintechnik. Arnzeipflanzengarten, Duft- und Tastgarten für Blinde.

Die einzigartige medizingeschichtliche Sammlung veranschaulicht die abendländische Medizin von der Antike bis in die Gegenwart.

Die barocke „Alte Anatomie” war von 1735 bis zu deren Verlegung nach Landshut im Jahr 1800 das Gebäude der Medizinischen Fakultät der Universität Ingolstadt.

Der „Hortus medicus” gehörte von Anfang an dazu: hier sollten die Medizinstudenten in Botanik und Arzneimittellehre unterrichtet werden.

Arzneipflanzengarten

Heute besitzt das Deutsche Medizinhistorische Museum, ergänzt um einen modernen Erweiterungsbau, eine der größten medizinhistorischen Sammlungen im deutschen Sprachraum.

Auch der große Arzneipflanzengarten wurde wiederbelebt und mit einem Duft- und Tastgarten ergänzt. Ein liebevoll geführtes Museumscafé bietet hier die Möglichkeit, die wunderbare Stimmung des Gartens bei einer Tasse Kaffee zu genießen.

Medizingeschichte

Auch die die moderne Medizintechnik baut auf den Erkenntnissen und Erfahrungen früherer Generationen auf.

Deshalb beginnt die Ausstellung mit einem Überblick über die Medizingeschichte von der Antike bis in die Gegenwart, bei dem diejenigen Krankheiten im Mittelpunkt stehen, die heute vor allem mit Stoßwellen und Laser behandelt werden: Stein­leiden und Augen­krank­heiten.

Stoßwellen

Blasensteine konnten bereits in der griechischen Antike aus der Harnblase herausgeschnitten werden, doch dieser Eingriff war lebensgefährlich und extrem schmerzhaft.

Der Anstoß für ein neuartiges Gerät, das Nierensteine mit Stoßwellen zertrümmert und dadurch Operationen überflüssig machen kann, kam aus der Raumfahrttechnik. Zentrale Objekt dieser Entwicklung ist die tonnenschwere ESWL-Anlage (Extrakorporale Stoßwellen-Lithotripsie), die früher im Klinikum Großhadern stand – als erstes klinisch eingesetztes Exemplar überhaupt.

Laserstrahlen

Laserstrahlen kommen in der Natur nicht vor. Sie wurden erstmals 1960 in einem Labor in den USA erzeugt und heute unter anderem bei Tumoren, Nieren- und Blasensteinen, Augenkrankheiten und Hauterkrankungen eingesetzt. Die Ausstellung erklärt das physikalische Prinzip der Laserstrahlung, stellt verschiedene Lasertypen vor und zeigt an modernen Endoskopen, wie Laserstrahlung auch tief im Körperinneren angewendet werden kann.

Die Kranken

Medizintechnik ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zu Linderung von körperlichen Leiden. Daher endet die Ausstellung mit denjenigen, die am Ausgangs- und Zielpunkt jeder medizintechnischen Entwicklung stehen: den kranken Kindern, Frauen und Männern, denen die neuen Techniken vielleicht helfen können. In einem fiktiven „Wartezimmer” werden individuelle Krankheits­geschichten geschildert.

Frankenstein

Im Frankenstein-Kabinett geht es um die elektrischen Versuche, die die junge Engländerin Mary Shelley 1816 zu ihrer Romanfigur inspiriert haben könnten, und natürlich um die Frage, warum sie sich ausgerechnet für Ingolstadt entschieden hat.

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