Museum

Mendelssohn-Museum

Leipzig: Letzte baulich erhalten gebliebene Privatadresse des hervorragenden Musikers Felix Mendelssohn Bartholdy, der hier 1847 starb. Authentische Raumfassung und Atmosphäre, originales Mobiliar, Brief- und Notenautographe, Erstdrucke, Aquarelle und Portraits. Fanny Hensel.

Das Wohn- und Sterbehaus Felix Mendelssohn Bartholdys ist die letzte baulich erhalten gebliebene Privatadresse des hervorragenden Musikers, der hier 1847 im Alter von nur 38 Jahren starb.

Die ehemalige Wohnung, die der Komponist mit seiner Familie von 1845 bis 1847 bewohnte und die samt historischem Treppenhaus in ihrer authentischen Raumfassung und Atmosphäre zu erleben ist, beherbergt zahlreiche Kostbarkeiten wie originales Mobiliar, Brief- und Notenautographe, Erstdrucke einiger Werke sowie Mendelssohns Aquarelle und Portraits. Das spätklassizistische Gebäude umgibt ein historischer Garten.

Die schriftliche Dokumentation beschäftigt sich mit der Herkunft, Bildung und dem großen Freundeskreis Mendelssohns, aber auch mit dem Nachleben des Künstlers, einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte.

Die Verachtung für den Musiker jüdischer Herkunft, die, beginnend bereits im 19. Jahrhundert, unter den Nationalsozialisten ihren Höhepunkt erreichte, war der Grund dafür, daß das reiche Werk des Künstlers diffamiert wurde oder teilweise in Vergessenheit geriet.

Das Erdgeschoss

Ein Raum der früher vermutlich als Lager- und Verkaufsfläche genutzten Erdgeschosses ist Mendelssohns Arbeit als Gewandhauskapellmeister gewidmet. In einer Paternostervitrine illustrieren viele Schaustücke und Dokumente aus der Zeit des Komponisten das Leben und die Arbeit Mendelssohns.

Das sog. Effektorium ermöglicht die intensive spielerische Auseinandersetzung mit dem Werk Mendelssohns – im Gesamtklang oder auch in den einzelnen Stimm- bzw. Instrumentengruppen.

Die Beletage

Das Wohnzimmer der Familie Mendelssohn ist mit originalen Möbeln und Bildern aus dem Besitz des Komponisten ausgestattet – ein Raum in der typischen Einrichtung es 19. Jahrhunderts. In seinem Arbeitszimmer hat Felix Mendelssohn Bartholdy wichtige Werke der Musikliteratur komponiert, neben Kammermusikstücken u.a. auch sein zweites Oratorium Elias. Den Wohn- und Empfangsraum für die Dame des Hauses nutzte Cécile Mendelssohn Bartholdy, um Freundinnen zum Tee empfangen oder, wie die Möbel und das Nähtischchen ausweisen, ihre Handarbeiten zu erledigen.

Die beiden ehemaligen Kinderzimmer der Mendelssohns zeigen heute die verzweigten Beziehungen der Mendelssohn-Familie die verschiedenen Lebensstationen Mendelssohns auf.

Ein wichtiger Raum für die Familie Mendelssohn war der Musiksalon, in dem bedeutender Besuch empfangen wurde und in dem die Sonntagskonzerte abgehalten wurden. Seit der Eröffnung des Museums finden hier jeden Sonntag um 11 Uhr Konzerte statt.

Das Schlafzimmer von Cécile und Felix Mendelssohn Bartholdy, ein kleiner Raum nach französischem Vorbild, war wohl das Sterbezimmer.

Auf seinen zahlreichen Reisen hat Felix Mendelssohn Bartholdy gern gemalt und seine Eindrücke im Bild festgehalten. In der ehemaligen Küche der Familie ist heute mehr über Mendelssohn und seine Reisen durch Europa zu erfahren.

Fanny Hensel

Das zweite Obergeschoss ist der Schwester des Komponisten, der Musikerin und Komponistin Fanny Hensel, gewidmet.

Der Verfasser hat das Museum am 22.6.2019 besucht.

Mendelssohn-Museum ist bei:

Felix Mendelssohn Bartholdy

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