Version
13.5.2024
(modifiziert)
 zu „Religionskundliche Sammlung (Museum)”, DE-35037 Marburg/Lahn

Museum

Religionskundliche Sammlung

der Philipps-Universität

Landgraf-Philipp-Straße 4
DE-35037 Marburg/Lahn
06421-28-22480
relsamm@uni-marburg.de
Ganzjährig:
Mo 14-16 Uhr

Die Religionskundliche Sammlung umfasst mehr als 10.000 Kult-, Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus verschiedenen Religionen, von denen ein maßgeblicher Teil in der ständigen Ausstellung zu sehen ist. Die regionalen Schwerpunkte liegen auf Ost- und Südostasien, Südasien, Afrika und Ozeanien, die inhaltlichen bei Hinduismus und Buddhismus. Die Gegenstände aus verschiedenen religiösen Kulturen veranschaulichen die konkrete Religionsausübung und -überlieferung in diesen Traditionen.

Die Dauerausstellung ist schlicht, modern und ruhig gestaltet und verzichtet auf Beschreibungen in den Vitrinen oder am Objekt. Stattdessen wird schrittweise ein Katalog mit ausführlichen Objektbeschreibungen erarbeitet, die den aktuellen Forschungsstand berücksichtigen.

Die Bestände zum Ausstellungsbereich Altes Ägypten beherbergen einige Raritäten, wie einen 2500 Jahre alten Mumiensarg, der im Jahr 2018 aufwändig erhaltend restauriert und dessen szenische Bemalung erst im Jahr 2017 erschlossen wurde. Zudem sind mehrere Statuen und Statuetten ausgestellt, die bereits kurz nach erfolgten Grabungen in der ersten Hälfte des 20. Jh. von der Gipsformerei der Berliner Museen gegossen wurden. Kleinere Figuren und Amulette sind sogar als Originale aus Stein, Metall und Ton vorhanden.

Die Ausstellung zum Judentum erscheint auf den ersten Blick eher unscheinbar, vergleicht man sie mit den Sammlungsschwerpunkten zu asiatischen Religionen. Im gleichen Raum werden neben Judaika auch Objekte aus dem Christentum ausgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf Zeremonialgegenständen zu Festen des Lebens- und Jahreszyklus (Chanukka, Purim, Jom Kippur, Rosh ha-Shana und Pessach) sowie zum wöchentlichen Shabbat. Highlights sind u.a. zwei Beschneidungs-Wimpel, die Darstellung einer chinesischen Synagoge sowie ein Wandamulett aus Jerusalem.

Die verschiedenen Strömungen des Buddhismus bilden einen Schwerpunkt der Sammlung. In der Abteilung zu Südostasien findet sich neben zahlreichen Ausstellungsstücken zum Theravada-Buddhismus auch eine kleine Zusammenstellung von Objekten, die der Religion des Jainismus zugerechnet werden.

Der Ausstellungsbereich zum Islam, ursprünglich eine Sonderausstellung zum Thema „Von Derwisch-Mütze bis Mekka-Cola” (2013 bis 2017), präsentiert eine religionswissenschaftlich differenzierte Perspektive auf die Lebenspraxis der Menschen hinter dem, oft stereotyp und eindimensional verwendeten, Begriff des „Islam”. Historische wie auch aktuelle Praktiken im Islam werden anhand von Objekten und Bildern veranschaulicht. Im Ausstellungsraum befinden sich eine Gebetsnische, welche der in einer Moschee nachempfunden wurde, sowie eine Vitrine mit Gebetsutensilien und mehrere kunstvoll verzierte Koranexemplare.

Im Ausstellungsbereich Hinduismus im Erdgeschoß sind zwei Räume der Verehrung nachgebildet: Objektkonstellationen, die tatsächlich in Gebrauch waren, bestehend aus Figuren, die rituell belebt bzw. mit göttlicher Präsenz „gefüllt” worden sind und, statt wie üblich wieder „entlebt” und bestattet zu werden, nun in der Religionskundlichen Sammlung in einem eigentümlichen Zwischenzustand zwischen göttlicher Präsenz und Absenz bestehen.

Eine weitere Hinduismus-Abteilung befindet sich im zweiten Stock der Religionskundlichen Sammlung. Hier sind vor allem Objekte ausgestellt, die Rudolf Otto Anfang der 30er Jahre in Indien und Friedrich Heiler in den 1950er Jahren in Indonesien erworben hat.

POI

Museum, Marburg/Lahn

Uni­versi­täts­museum für Kul­tur­ge­schich­te

Museum, Marburg/Lahn

Mar­burger Haus der Ro­man­tik

Kultur­ge­schichte der Ro­man­tik. Gesellig­keits­kultur um 1800.

Museum, Marburg/Lahn

Mar­bur­ger Kunst­ver­ein

Museum, Marburg/Lahn

Völ­ker­kund­li­che Samm­lung

Museum, Marburg/Lahn

Mi­ne­ra­lo­gi­sches Mu­seum

Museum, Marburg/Lahn

Mu­seum für Bil­den­de Kunst

Klassi­sche Moderne: Paul Klee und Wassily Kan­din­sky und Zeit­ge­nossen. Exzel­lente Werke der Nach­kriegs­avant­garde aus der Samm­lung Hilde Eitel. Werke des 19. Jahr­hun­derts, vor allem der Willings­häuser Künstler­kolonie.

Museum, Marburg/Lahn

Abguß­samm­lung des Archäo­log. Semi­nars

Gips­ab­güsse von anti­ken Skulp­turen aus ver­schie­denen euro­päi­schen Museen.

Museum, Marburg/Lahn

Vor­ge­schicht­li­ches Se­mi­nar

Vor­ge­schichts­funde. Vor- und früh­ge­schicht­liche Kul­turen Euro­pas, Vorder­asiens und Nord­afrikas. Stein­geräte und Gegen­stände aus Bronze.

Bot. Garten, Marburg/Lahn

Neuer Bo­ta­ni­scher Gar­ten

Be­son­dere Baum­arten, alpine Pflan­zen und Ge­steine, Nutz- und Heil­pflan­zen. Schau­ge­wächs­häuser, Schmetter­lings­haus.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
Pressemitteilungen willkommen
#4731 © Webmuseen Verlag