Museum

Ecomuseum

Simplon Dorf: Geschichte der Passwege über den Simplon; Handel und Gewerbe; Verkehr und Transport; Tourismus; Landwirtschaft; Goldbergwerk Gondo. Das Museum ist Teil des wiederhergestellten sog.Stockalperweges von Brig nach Gondo.

Das Ecomuseum Simplon verlässt die altehrwürdigen Mauern des klassischen Museums und fragt die Region auf ihre Naturwerte und auf ihre historischen Spuren ab.

Passverkehr und Landwirtschaft sind die prägenden Elemente der Landschaft am Simplon. Sie haben Zeugen hinterlassen, die Werden und Wandel des vom Menschen gestalteten Lebensraumes besonders gut nachvollziehen lassen. Im steten Wechsel von Naturraum und Kulturlandschaft wird auf dem spätmittelalterlichen Saumpfad die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt auf Schritt und Tritt erfahrbar. Immer wieder tauchen Monumente der historischen Passlandschaft auf: das Stockalperschloss in Brig, das Denkmal des unglücklichen Alpenfliegers Geo Chavez, die Taferna der Johanna Fy, das unter Napoleon begonnen Hospizgebäude, eine mittelalterliche Suste, Ruinen eines Goldbergewerks.

Der Alte Gasthof in Simplon-Dorf bildet das eigentliche Zentrum des Ecomuseums. Hier befindet sich auch Dauerausstellung des Museums. Der internationale Transitverkehr und seine Auswirkungen auf die regionale Geschichte stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Bedeutung des Simplons als Verkehrsachse erreichte im 17. jahrhundert unter dem grossen Stockalper einen Höhepunkt. Die napoleonische Fahrstrasse von 1805 steht am beginn jener Faszination, die von diesem Pass zur Zeit des Frühtourismus ausgegangen ist. Und 100 Jahre später sorgte der Eisenbahntunnel für einen euphorischen Aufbruch in Brig und für einen tief greifenden Umbruch in Simplon-Dorf.

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