Ausstellung 22.09.20 bis 31.12.21

Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg

Ein Panzer gegen die hässliche Zeit

Hermann Hesses „Das Glasperlenspiel”

Sulzbach-Rosenberg, Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg: Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel” 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Die Ausstellung versucht erstmals, die politische Dimension aufzuzeigen. Bis 31.12.21

1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman „Das Glasperlenspiel” in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde er auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt.

Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel” schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht”.

Die Ausstellung versucht erstmals, die politische Dimension der „Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht” aufzuzeigen, vor dem Hintergrund der Zwänge, denen sich Hesse seit 1933 ausgesetzt sah.

Neben literarischen und zeithistorischen Dokumenten präsentiert sie auch Film- und Tondokumente, die Zeitgeschichte und den musikalischen Horizont des „Glasperlenspiels“ vergegenwärtigen und so einen Zugang zu diesem rätselhaften Roman erschließen. Darüber hinaus spielt Hesses Verhältnis zu Thomas Mann und dessen Roman „Doktor Faustus” eine Rolle.

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