Ausstellung 10.10.21 bis 23.01.22

Fondation Beyeler

Goya

Riehen, Fondation Beyeler: Francisco de Goyas Schaffen bietet heute wie schon zu Lebzeiten des Künstlers ein einzigartiges sinnliches und intellektuelles Erlebnis. Die Ausstellung versammelt rund 70 Gemälde sowie mehr als 100 meisterhafte Zeichnungen und Druckgrafiken. Bis 23.1.22

Die Fondation Beyeler widmet Francisco de Goya (1746-1828), einem der wichtigsten Wegbereiter der Moderne, in seinem 275. Geburtsjahr eine der bisher bedeutendsten Ausstellungen ausserhalb Spaniens und versammelt dafür rund 70 Gemälde sowie mehr als 100 meisterhafte Zeichnungen und Druckgrafiken, darunter selten gezeigte Gemälde aus spanischen Privatsammlungen.

Goyas Schaffen bietet heute wie schon zu Lebzeiten des Künstlers ein einzigartiges sinnliches und intellektuelles Erlebnis. Sein vielschichtiges und ambivalentes Werk stellt seit nunmehr zwei Jahrhunderten für viele Künstler eine richtungsweisende Wegmarke dar.

Francisco de Goya y Lucientes nimmt in der europäischen Kunstgeschichte eine von Widersprüchen gekennzeichnete Stellung als einer der letzten bedeutenden Hofmaler und als Vorläufer des modernen Künstlers ein. Um die Einzigartigkeit seines Schaffens, das einen Zeitraum vom Spätrokoko bis zur Romantik umspannt, erfahrbar zu machen und dem formalen und inhaltlichen Reichtum seines malerischen, zeichnerischen und druckgrafischen Œuvres gerecht zu werden, präsentiert die Schau das gesamte Spektrum an Bildgattungen und Goya-spezifischen Bildmotiven.

In der chronologisch angelegten Ausstellung sind grossformatige repräsentative Gemälde ebenso wie Skizzenbuchblätter zu sehen. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt dabei auf Goyas später Schaffenszeit.

Highlights

Zu den Höhepunkten zählen das Porträt der Herzogin von Alba, 1795, und die ikonische Darstellung der Bekleideten Maja (La maja vestida) 1800-1807. Ebenso einzigartig sind die zwei selten ausgestellten, aus europäischen Privatsammlungen stammenden Gemälde Maja und Celestina auf dem Balkon und Majas auf dem Balkon, die Goya zwischen 1808 und 1812 gemalt hat.

Eine Besonderheit der Ausstellung sind zudem die kleinformatigen Genrebilder, die mehrheitlich in spanischen Privatsammlungen aufbewahrt werden und bis anhin nur selten ausserhalb Spaniens gezeigt wurden. Darin schildert Goya Begebenheiten aus dem bewegten gesellschaftlichen, politischen und religiösen Alltag der Spanier um 1800. Zu den wiederkehrenden Schauplätzen gehören dabei Märkte und Stierkampfarenen, Gefängnisse und kirchliche Institutionen, Irrenhäuser und Inquisitionstribunale.

Von grosser Bedeutung sind auch die Hexendarstellungen, in denen Goya den Aberglauben seiner Zeit zur Anschauung bringt. Die Ausstellung wird zudem neben einer Gruppe von Radierungen aus den „Desastres de la guerra” (Die Schrecken des Krieges) 1811-1814.

Die Ausstellung wird von der Fondation Beyeler in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid organisiert.

Fondation Beyeler ist bei:

Francisco de Goya

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