Museum

Kalebuzgruft

(Mumie des Ritters Kahlbutz)

Neustadt/Dosse: Über 300 Jahre alte unverweste Leiche des Ritter Kahlbutz, dazu viele Informationen über die Sage des Ritters, der vor Gericht geschworen haben soll „wenn ich es bin gewesen, soll mein Leichnam nicht verwesen”.

Als Gutsherr soll der Ritter Kalebuz sehr oft das „Recht der ersten Nacht” ausgeübt haben. Im Jahre 1690 wurde er von der Dienstmagd Maria Leppin des Mordes an ihrem Verlobten, dem Schäfer Pickert aus Bückwitz, bezichtigt – aus Rache, weil die Magd sich ihm versagt hatte. Es kam zum Gerichtsprozess, wo der Ritter Kalebuz den Reinigungs-Eid schwor und aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde, da es keine Zeugen der Bluttat gab.

Reinigungs-Eid

Vor Gericht soll er gesagt haben: „Wenn ich doch der Mörder bin gewesen, dann wolle Gott, soll mein Leichnam nicht verwesen.” Als im Jahr 1794 die Gruft neben der Kirche abgerissen und die darin vorhandenen drei Särge erdbestattet werden sollten, waren zwei Leichen vollständig verwest, die des Ritters Kalebuz jedoch nicht.

Warum die Leiche mumifiziert ist, konnten auch so renommierte Mediziner wie Strauch, Sauerbruch und Virchow nicht erklären. So bleibt also nur das Staunen über ein biologisches Rätsel.

Zu sehen ist die über 300 Jahre alte unverweste Leiche des Ritter, dazu viele Informationen über die Sage.

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Mumie

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