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9.4.2024
(modifiziert)
Leibniz Rechenmaschine zu „Heinz Nixdorf MuseumsForum (Museum)”, DE-33102 Paderborn
Leibniz Rechenmaschine
Foto: HNF
Schachtürke zu „Heinz Nixdorf MuseumsForum (Museum)”, DE-33102 Paderborn
Der Schachtürke (Nachbau)
Foto: HNF
Nixdorf Lochkartengerät zu „Heinz Nixdorf MuseumsForum (Museum)”, DE-33102 Paderborn
Nixdorf Lochkartengerät
Foto: HNF
Apple I zu „Heinz Nixdorf MuseumsForum (Museum)”, DE-33102 Paderborn
Platine des Apple I
Foto: HNF
Osborne zu „Heinz Nixdorf MuseumsForum (Museum)”, DE-33102 Paderborn
Personal Computer Osborne Mod. 1
Foto: HNF
Gebäude zu „Heinz Nixdorf MuseumsForum (Museum)”, DE-33102 Paderborn
Foto: HNF

Museum

Heinz Nixdorf MuseumsForum

Fürstenallee 7
DE-33102 Paderborn
05251-306-600
info@hnf.de
Ganzjährig:
Di-Fr 9-18 Uhr
Sa-So+Ft 10-18 Uhr

Das Heinz Nixdorf MuseumsForum inszeniert in einer fünf Jahrtausende umspannenden Zeitreise die Kulturgeschichte der Informationstechnik von der Entstehung von der Keilschrift bis zum Internet.

Es ist dem 1986 verstorbenen Computerpionier Heinz Nixdorf gewidmet, der die Idee hatte, in einem Museum die Entwicklungsgeschichte des Computers aufzuzeigen und auf diese Weise den Menschen die Informationstechnik näherzubringen. Hierfür sammelte er mehr als 1.000 historische Objekte.

Zu den Höhepunkten des Museums zählen der funktionstüchtige Nachbau der Leibniz-Rechenmaschine, ein Thomas-Arithmomètre von 1850, Komponenten des ersten raumgroßen elektronischen Computers ENIAC, der Bordrechner der Gemini-Raumkapsel, der legendäre Apple 1 und der fegende Roboter Beppo, aber auch der berühmteste Automat der Welt: der rekonstruierte sogenannte Schachtürke Wolfgang von Kempelens aus dem 18. Jahrhundert.

Zahlen und Zeichen

Jedes System der menschlichen Nachrichtenübertragung ist auf Zeichen aufgebaut: Gebärden, Sprache, Schrift, Lichtzeichen, Funk- oder andere Signale. Für eine fehlerfreie Verständigung muss die Bedeutung für jedes dieser Zeichen oder Symbole festgelegt werden.

Das früheste und bis heute wichtigste „symbolische System” dafür ist die Sprache, es folgten Bilder, Schriftsysteme und Zahlen. Die Kulturtechnik des Rechnens beherrschten anfangs nur wenige, meist waren es Verwaltungsbeamte, Kaufleute und Gelehrte.

Fast alle Völker, die diese Entwicklung durchliefen, benutzen Rechenhilfsmittel, von den Fingern bis zum Abakus. Das Museum zeigt u.a. die „Machine arithmétique de Grillet” von 1678.

Informationstechnik

Büro- und Nachrichtentechnik machten im 19. Jahrhundert das aus, was wir heute Informationstechnik nennen. Seit den 1850er Jahren gab es erste Ansätze zur Mechanisierung der Büroarbeit, ab 1880 hielten mechanische Maschinen zunehmend Einzug in die Büros. Unter anderem zeigt die Geschichte der Schreibmaschine beispielhaft den mühsamen Weg von einer Idee bis zum industriellen Standard­produkt.

1936 begann der Bauingenieur Konrad Zuse mit dem Bau eines noch rein mechanisch arbeitenden, durch Lochstreifen gesteuerten Rechenautomaten, der Z1. Der erste frei programmierbare, programmgesteuerte Rechenautomat, die Z3, wurde im Mai 1941 fertig gestellt.

Pioniere

Die Biographien wichtiger Pioniere der Informationstechnik wie Blaise Pascal, Gottfried Wilhelm Leibniz, Charles Babbage, Herman Hollerith, Alan Turing, Konrad Zuse und eben Heinz Nixdorf tragen innerhalb der Ausstellung viel zum Verständnis der Geschichte der Informations­technik bei.

Kulturgeschichte des Büros

Seit jeher ist das Büro der Ort, an dem Menschen Informationen sammeln, verarbeiten, archivieren, von anderen erhalten und weitergeben. Sechs Raumcollagen von der Renaissance über die „Preußische Amtstube” oder den Schreibsaal der 20er Jahre bis in das Buchhaltungsbüro der 50er Jahre zeigen den Mikrokosmos des Arbeitsalltags, in dem sich gleichermaßen technische, soziale, wirtschaftliche und ästhetische Entwicklungen spiegeln.

„Ein paar von diesen Maschinen weltweit”, soll Thomas J. Watson im Jahre 1943 den Bedarf an Computern eingeschätzt haben. Gegen Ende der 50er Jahre waren bereits etwa 8.000 Computersysteme installiert.

Ab 1960 setzte eine stürmische Entwicklung von Programmiersprachen ein, deren Stammbaum das HNF ebenso detailliert darstellt wie die Entwicklung der Datenspeicher oder das sog. Moore'sche Gesetz, welches das Phänomen der Verdoppelung der Rechenleistung alle 24 Monate beschreibt.

Computer für alle

Die 1980er-Jahre schließlich sahen den Siegeszug einer Idee, an die zuvor nur Visionäre wie Steve Jobs (Apple) gedacht hatten: sie stampften innerhalb weniger Jahre unzählige der sprichwörtlichen Garagenfirmen aus dem Boden brachten den Computer auf jeden Schreibtisch. Der PC verarbeitete bald Bilder und Töne, und es entstand ein gigantischer Markt für Unter­haltungs­produkte.

Global digital

Und heute? Über das Internet kommunizieren heute Milliarden von Menschen, und ihre Zahl wächst weiter stürmisch. Tablet Handy und Smartphone sind durch die Konvergenz von Technologiefeldern zu einem multimedialen mobilen Arbeitsmittel für jedermann geworden, mit einfachster Handhabbarkeit und nahezu unbegrenzter Kommuni­kations­fähigkeit.

POI

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Städtische Galerie

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Ars sacrale

Museum, Paderborn

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Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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