Museum

Orgelmuseum

in der Franziskanerkirche

Kelheim: Ehemalige Klosterkirche St. Michael. Typische Bettelordenskirche, heute zugleich Gotteshaus, Konzertraum und Orgelmuseum. Vier spielbare Denkmalorgeln aus Allersdorf, Bruck, Geiselhöring und Köfering. Ausstellung zum Orgelbau, Entwicklung der Orgelmusik, Orgelbauwerkstätte, Orgelmodelle.

Bei der ehemaligen Klosterkirche St. Michael, direkt unter der Befreiungshalle, handelt es sich um eine typische Bettelordenskirche mit fein gegliedertem Netzrippengewölbe im Chorraum und schlichtem Langhaus mit Flachdecke. Sie fungiert heute zugleich als Gotteshaus, Konzertraum und Orgelmuseum mit bespielbaren Orgeln.

Brucker Orgel

Die frühere Orgel der katholischen Pfarrkirche St. Ägidius in Bruck im Landkreis Schwandorf wurde 1910 von der Regensburger Orgelbauwerkstätte Martin Binder & Sohn als opus 255 mit 832 klingenden Pfeifen erbaut und wegen ihrer besonderen technischen Ausstattung mit der „Staats-Medaille” prämiert. Ihr pneumatisches Kegelladenwerk mit Transmissionsprinzip auf beiden Manualen ist heute eine Seltenheit.

Geiselhöringer Orgel

Die frühere Orgel der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Erasmus in Geiselhöring im Landkreis Straubing-Bogen wurde 1897 ebenfalls als pneumatisches Kegelladenwerk erbaut. Das Instrument mit seinem monumental wirkenden klassizistischen Gehäuse wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut.

Allersdorfer Orgel

Die voll mechanische Schleifladenorgel der katholischen Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt zu Allersdorf wurde um 1846 (bzw. schon 1841) vom Trainer Orgelbauer Josef Mühlbauer dem Jüngeren, der später nach Bayreuth umsiedelte, mit 10 Registern erstellt. Das relativ kleine Instrument verfügt über einen hellen barocken Klang.

Köferinger Orgel

Ein Erbauer der Orgel aus der Pfarrkirche St.Michael in Köfering im Landkreis Regensburg ist nicht zu eruieren. Es wurde lediglich eine Inschrift gefunden, daß das Instrument im Mai 1883 von dem Straubinger Orgelbauer Jakob Schmid repariert wurde. Dem Gehäuse nach dürfte die Orgel aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen.

Neapolitanisches Orgelpositiv

Das Orgelpositiv wurde von einem Mitglied des Fördervereins privat erworben und dem Museum als Leihgabe überlassen. Erbauer und Herkunft des Instruments sind nicht dukumentiert, möglicherweise handelt es sich um ein Instrument von Domenico Rossi bzw. der Familie Rossi. Als Typ gehört die Orgel jedenfalls eindeutig zum neapolitanischen Orgelbau des 18. Jahrhunderts.

Modelle und Medien

Das Museum zeigt zudem eine Panflöte und eine chinesische Mundorgel, die als Prototypen der heutigen Orgel angesehen werden können, eine Ausstellung zum Orgelbau und zur Entwicklung der Orgelmusik, eine Orgelbauwerkstätte sowie drei Orgelmodelle.

Auch ein Medienraum und eine Hörstation im Chorgestühl stehen zur Verfügung.

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