Museum

Werberger Stuben

Motten: Erinnerungsstätte für das Dorf, das 1267 erstmals urkundlich erwähnt, für den Truppenübungsplatz Wildflecken 1937 geräumt, nach dem Krieg von Heimatvertriebenen wieder besiedelt und schließlich 1973 zerstört wurde.

Der Ort Werberg, 1327 erstmals urkundlich erwähnt, wurde in den Jahren 1937/38 bei der Errichtung des Truppenübungsplatzes Wildflecken abgesiedelt. Nach einer Nutzung als Truppenunterkunft und Wehrertüchtigungslager in der Zeit zwischen 1938 und 1945 erfolgte ab Sommer 1946 die Wiederbesiedlung des Ortes durch Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Auch einige „Alt-Werbeger” Familien kehrten wieder in ihre Heimat zurück.

Im Jahr 1966 erfolgte dann die endgültige Absiedlung des Dorfes. Alle Häuser, zusammen mit dem stattlichen Schulhaus und der kleinen Kirche aus dem Jahre 1852, wurden schließlich im Jahre 1973 gesprengt.

Neben der „Werberger Stube”, die nach dem Vorbild einer original Rhöner „Guten Stube” eines Bauernhauses eingerichtet ist, zeigt die Erinnerungsstätte eine große Zahl alter Fotografien des Ortes sowie alte bäuerliche Arbeitsgeräte und Werkzeuge.

Aus der Werberger Kirche konnten der Grundstein, das Turmkreuz, eine Glocke und das Taufbecken gerettet werden. Diese sind neben alten Messgewändern ebenfalls in dem kleinen Museum ausgestellt.

Werberger Stuben ist bei:

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