Ausstellung 22.06. bis 14.11.21

Bismarck-Museum und Mausoleum

1870/71: Reichsgründung in Versailles

Aumühle, Bismarck-Museum und Mausoleum: Die Ausstellung veranschaulicht, dass die Errichtung des deutschen Nationalstaates nicht das Ergebnis einer einzigen historischen Handlung wie dem Proklamationsakt vom 18.1.1871 war, sondern ein Prozess über mehrere Jahre. Bis 14.11.21

Die Ausstellung erinnert an den Deutsch-Französischen Krieg und die Gründung des deutschen Nationalstaates vor 150 Jahren. Im Bismarck-Museum werden dabei die Themenbereiche „Versailles”, „Rivalen”, „Krieg”, „Reichsgründung” und „Frankreich nach 1871” dargestellt, im Historischen Bahnhof Friedrichsruh, dem Stiftungssitz, die „Erinnerung” an die historischen Ereignisse.

Herzstück der Ausstellung ist das großformatige Gemälde „Die Proklamierung des deutschen Kaiserreiches (18. Januar 1871)” Anton von Werners. Es wurde bereits für die Zeitgenossen zum Inbegriff der Reichsgründung. Die Ausstellung veranschaulicht jedoch, dass die Errichtung des deutschen Nationalstaates nicht das Ergebnis einer einzigen historischen Handlung wie dem Proklamationsakt vom 18.1.1871 war, sondern einen Prozess über mehrere Jahre darstellte. Dieser fand im Krieg mit Frankreich 1870/71 schließlich seinen Abschluss.

Mit dem neugegründeten Kaiserreich entstand ein Verfassungs- und Rechtsstaat, der sowohl durch überkommene obrigkeitsstaatliche Strukturen als auch durch demokratische Elemente gekennzeichnet war.

Neben weiteren Gemälden und Exponaten aus dem Bestand des Museums wird eine Vielzahl an Bildern und Dokumenten gezeigt, die eigens für diese Ausstellung erworben wurden. Sie spiegeln den Verlauf der Ereignisse mit Blick auf Deutschland und auf Frankreich.

Abgerundet wird die Schau mit einem Blick auf jüngere deutsche Geschichte und die Gegenwart: Welche Bedeutung wurde und wird dem Kaiserreich zugeschrieben?

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