Ausstellung 15.03. bis 08.09.24
Broncia Koller-Pinell (1863-1934) war wie kaum eine andere Künstlerin der Wiener Moderne im internationalen Ausstellungsbetrieb präsent. Zwischen 1890 und 1930 war sie in beinahe 50 Ausstellungen, unter anderem in Wien, München, Warschau und Chicago, vertreten. Ihre größten Erfolge feierte sie in der Kunstschaugruppe um Gustav Klimt.
Das Leben von Broncia Koller-Pinell war durchdrungen von Kunst, ganz im Sinne der Secession und der Wiener Werkstätte, an deren Entwicklung sie regen Anteil nahm. Ihre Verbundenheit mit Künstlern wie Koloman Moser oder Josef Hoffmann spiegelt sich in Aufträgen an diese wider, wie umgekehrt ihr malerisches Werk die Offenheit gegenüber den internationalen Entwicklungen und die charakteristische Formensprache der Secession und Wiener Werkstätte repräsentiert, so Kurator Alexander Klee.
Das Belvedere widmet der Malerin eine Schau mit mehr als 80 Werken, die auch erstmals ihr kulturelles Netzwerk beleuchtet. So wird etwa die Rolle als Mäzenin, die die Künstlerin gemeinsam mit ihrem Mann Hugo Koller einnahm, thematisiert.
Als größten Erfolg im Leben der Malerin Broncia Koller-Pinell bezeichnete deren Tochter Silvia Koller die Teilnahme an den Ausstellungen der sogenannten Kunstschaugruppe. Aus dieser formierten sich dann weitere Netzwerke und künstlerische Gruppierungen, die das Kunstgeschehen der Wiener Moderne prägten, ergänzt Kuratorin Katharina Lovecky.
Mithilfe der Einbeziehung des künstlerischen Umfelds von Broncia Koller-Pinell lässt sich ihre stilistische Entwicklung von der Münchner Schule des späten 19. Jahrhunderts über den Impressionismus bis zu den neusachlichen Tendenzen der 1920er-Jahre nachvollziehen. Wechselwirkungen und Einflüsse zwischen der Malerin und anderen Künstlern werden zudem durch Arbeiten etwa von Heinrich Schröder, Anton Faistauer, Egon Schiele, Karl Hofer und ihrer Tochter Silvia Koller herausgearbeitet.
Ausstellungsort
Ehemalige Wohn- und Repräsentationsräume des Prinzen Eugen. Die Prunkräume, wie der Groteskensaal, die Marmorgalerie oder das Goldene Zimmer geben einen faszinierenden Einblick in die barocke Lebens- und Gestaltungskunst. Orangerie.
Ab 3.7.2026, im Haus
Vor dem Hintergrund der Shoah und der historischen Umbrüche Polens zeugen Rosensteins Werke von der Widerständigkeit einer Künstlerin, die unbeirrt an ihren politischen Überzeugungen und künstlerischen Idealen festhält.
Im gleichen Haus
Barockes Architekturjuwel, das ehemals die Leibpferde des Prinzen Eugen beherbergte. Rund 150 Objekte der sakralen mittelalterlichen Kunst: Meisterwerke der Tafelmalerei, Skulpturen, gotische Flügelaltäre.
Im gleichen Haus
Ehemaliges Pomeranzenhaus des Prinzen Eugen. Sonderausstellungen des Belvedere.
Bis 30.8.2026, Wien
Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte und Gegenwart dieser besonderen Landschaft, die heute zu den wichtigsten Freiräumen in der wachsenden Stadt zählt
Bis 27.9.2026, Wien
Die „Sammlung Peschka” gewährt einen seltenen, intimen Einblick in das Leben und die Ambitionen zweier Künstlerfamilien.