Ausstellung 12.03. bis 16.05.22

Bauhaus-Museum

Esther Shalev-Gerz. Inseparable Angels

Weimar, Bauhaus-Museum: In einer Rauminstallation präsentiert Esther Shalev-Gerz ihre Sichtweise auf die berühmte IX. Geschichtsthese von Walter Benjamin und befragt das Selbstverständnis der Stadt Weimar in Hinsicht auf ihre Geschichte. Bis 16.5.22

In einer Rauminstallation präsentiert die international renommierte Künstlerin Esther Shalev-Gerz ihre Sichtweise auf die berühmte IX. Geschichtsthese von Walter Benjamin und befragt das Selbstverständnis der Stadt Weimar in Hinsicht auf ihre Geschichte.

Die Allegorie vom „Engel der Geschichte” geht auf Walter Benjamin zurück, der sie in seinen berühmten geschichtsphilosophischen Thesen „Über den Begriff der Geschichte 1939/40” entwickelte, indem er die aquarellierte Zeichnung von Paul Klee „Angelus novus” von 1920 in Sprache übertrug. Benjamin schrieb diese Thesen und seine Übersetzung vom„Engel der Geschichte” im Exil in Frankreich auf der Flucht vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten.

Mit seiner Übersetzung des Klee-Bildes in eine Denkfigur eröffnete der Philosoph, Literat und Übersetzer, dessen 130. Geburtstag im Jahr 2022 gefeiert wird, Imaginationsräume, die bis heute viele bildende Künstler, Filmschaffende, Schriftsteller und Musiker inspirieren.

Allen drei Installationen gemeinsam ist die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Sprache und Bild wie auch die Beschäftigung mit Geschichte und Gegenwart. Sie inszenieren dies mit jeweils unterschiedlichen künstlerischen Mitteln, darunter Objekte, Fotografien, Videos, animierte Filme sowie geschriebene oder gesprochene Texte.

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