Kurpfälzisches Museum

Mark Twain Center

für transatlantische Beziehungen

Heidelberg: Als eine einzigartige Institution stellt das Mark Twain Center gesellschaftliche, politische und ökonomische Aspekte der deutsch-amerikanischen Partnerschaft gleichberechtigt neben deren militärische Bedeutung.

Geschichte und Gegenwart Heidelbergs sind wesentlich durch die Begegnungen mit Amerikanern bestimmt. Gleichzeitig hat Heidelberg seit dem 18. Jahrhundert einen festen Platz im Bewusstsein vieler US-Bürger. Die gegenseitigen Verbindungen unterlagen dabei einem ständigen Wandel. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges waren die bedeutendsten Institutionen der US-Army und der NATO in Heidelberg ansässig.

Das Keyes-Building auf dem Gelände der Campbell Barracks veranschaulicht die wechselhaften deutsch-amerikanischen Beziehungen in besonderer Weise: errichtet im Zuge der Remilitarisierung Deutschlands im Jahr 1937, diente das Gebäude zunächst der Wehrmacht als Offiziersmesse. Mit der Besetzung Heidelbergs durch US-Streitkräfte am 30. März 1945 wurde die Kaserne Bestandteil des Hauptquartiers zunächst der 6. Armeegruppe und kurz darauf der 7. US-Armee. Im Lauf der Zeit wurden die amerikanischen Streitkräfte mehrfach umstrukturiert, was sich auch in Heidelberg widerspiegelt.

Die Geschichte Heidelbergs zeigt exemplarisch für die Bundesrepublik Deutschland, wie sich in einem konfliktreichen Prozess eine wertebasierte transatlantische Partnerschaft mit den USA herausbilden konnte. Mit seinen drei Standbeinen Erinnerungsort, Forschungs- und Kultureinrichtung sowie mit der Verbindung von Lokalgeschichte und der Diskussion von transatlantischen Zukunftsfragen ist das Mark Twain Center eine einzigartige Institution. Gesellschaftliche, politische und ökonomische Aspekte der deutsch-amerikanischen Partnerschaft stehen gleichberechtigt neben deren militärischer Bedeutung.

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