Museum

Fichtelgebirgsmuseum

Volkskundliches Gerätemuseum

  • Außenansicht zu „Volkskundliches Gerätemuseum (Museum)”, DE-95659 Arzberg
  • Stube mit rotem Sofa zu „Volkskundliches Gerätemuseum (Museum)”, DE-95659 Arzberg
  • Schlafzimmer zu „Volkskundliches Gerätemuseum (Museum)”, DE-95659 Arzberg
    Schlafzimmer der Originaleinrichtung des Hofes um 1920
    Foto: Volkskundliches Gerätemuseum
  • Stube mit Kachelofen zu „Volkskundliches Gerätemuseum (Museum)”, DE-95659 Arzberg

Wunsiedler Straße 14
DE-95659 Arzberg

09233-5225
museum@bergnersreuth.de

www.bergnersreuth.de

  • Di-So 10-17 Uhr

Neben seinem Beruf als Allgemeinmediziner betätigte sich Dr. Friedrich Wilhelm Singer als Heimatforscher, Volkskundler, Vor- und Frühgeschichtsforscher, Sprachforscher, Archivpfleger und Herausgeber heimatkundlicher Schriften. Unermüdlich und kenntnisreich trug er eine wahre Schatzkammer zur Sachkultur des Fichtelgebirges zusammen.

In der Sammlung findet sich unter anderem ein Schrank des Waldsassener Klosterschreiners Hauthmann, das einzige profane Stück, das erhalten ist und auf der Tür vermutlich sein Porträt zeigt. Hinzu kommt eine überdimensionale Reisetruhe, die von Alexander von Humboldt aus seiner Zeit in Arzberg stammt. Ein archäologisches Highlight ist die 5000 v. Chr. gefertigte Silexpfeilspitze aus Hendelhammer.

Weiss’sche Krippe

Trotz ihres Alters – viele Figuren sind weit über 100 Jahre alt – ist die Marktredwitzer Landschaftskrippe in hervorragendem Zustand. In Bergnersreuth bildet die Weiß’sche Krippe fraglos einen Höhepunkt innerhalb der gesamten Museumspräsentation.

Freilichtteil

Das Wohnhaus, die Stallungen und die gesamte Außenanlage sind als Freilichtobjekt rekonstruiert. Der Besucher erlebt eine authentische Wohnsituation aus dem täglichen Leben und Arbeiten im Fichtelgebirge in der Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Dekorationsmalerei in allen Zimmern des Wohnhauses verdeutlicht das Repräsentationsstreben der Hofbesitzer.

Landwirtschaft

Die Voraussetzungen für den Landbau im Fichtelgebirge sind verglichen mit anderen bayerischen Gegenden schlecht. Die Landwirtschaft ist hügelig und zergliedert, die Böden sind sandig und steinig, das Klima rauh und die Wachstumszeiten sehr kurz. Dennoch gingen vom Fichtelgebirge wichtige Neuerungen in der Landwirtschaft aus: Kartoffelanbau, Saatzucht, Genossenschaften, Pflanzenschutz.

Transportwesen

Von der „Wasserbutte” bis zum „Trabi”, dem DDR-Fluchtfahrzeug von 1989, begegnet dem Besucher Kulturgeschichte bis in die Gegenwart.

Der Bauer zeigte seine soziale und wirtschaftliche Stellung unter anderem mit den Anspanntieren. Die wenigen reichen Bauern besaßen Pferde. Mittelständische vermögende Bauern spannten Ochsen vor. Bei den vielen Kleinbauern zogen Kühe den Wagen. Tagelöhner und Nebenerwerbler spannten eine Ziege oder den Hund ein oder mussten den Wagen selbst ziehen.

Um Flüssigkeiten wie Wasser oder Jauche zu transportieren, wurde auf dem Wagengestell oder auf dem Kasenwagen ein Fass eingekeilt.

Konservierung

Für das Auskommen in den langen Wintern war die Vorratshaltung unentbehrlich.

Sauerkraut war lange Zeit im Winter das wichtigste Gemüse und häufig der einzige Vitaminspender. Die Haltbarkeit von Obst, Gemüse oder sogar Fleisch wurde durch Einkochen über einen sehr langen Zeitraum gesichert, denn das Erhitzen zerstörte vorhandene Bakterien.

POI

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