Museum

Deutsches Hirtenmuseum

Hersbruck: Das einzige deutsche Museum zur Kultur der Hirten, einem der ältesten Berufe der Menschheit, zeigt Exponate aus der ganzen Welt. Mitmach-Stationen veranschaulichen das Leben von Mensch und Nutztier.

Das Deutsche Hirtenmuseum Hersbruck wurde im Jahr 1933 eröffnet. Es befindet sich in einem denkmalgeschützten Ensemble aus Ackerbürgerhaus des 16. Jahrhunderts, Scheune und einem weiteren Gebäude mit großem Innenhof und Garten.

Auf rund 230 qm Quadratmetern präsentiert sich im 2. Obergeschoss der Scheune eine unterhaltsame und informative Ausstellung, die erklärt, dass sich Menschen schon seit vorgeschichtlichen Zeiten Tiere halten für Arbeit und Transport, als Nahrungs- und Rohstofflieferanten und inszeniert Haltung und Fütterung der Rinder im Wandel der Zeit. An mehr als zehn Standorten innerhalb der Ausstellung werden kleine und große Besucher eingeladen, museale Geschichte mit allen Sinnen zu erleben.

Diese Mischung realer Museumsobjekte mit Nachbauten vermittelt spielerisch Erfahrungen über die Museumsinhalte, die sich durch eine rein textlich-bildliche Vermittlung nicht erschließen. So können die Besucher zum Beispiel an einer lebensecht nachgebildeten Kuh vor der musealen Ausstellung von Jochen das aufwendige Anspannen mit dem Stirnjoch üben um dann, sozusagen Aug in Aug mit der Kuh, die eigenen (kümmerlichen) Zugkräfte an einer hierzu entwickelten „Jochmaschine” testen.

Zu Beginn des Rundgangs steht eine Hörstation, an der vier fiktive Bauern und Bäuerinnen aus der Jungsteinzeit, der römischen Kaiserzeit, der Zeit der Bauernkriege und eine biologisch wirtschaftende Landwirtin aus dem Hersbrucker Land erzählen, welche Nutztiere sie halten und welche Produkte sie daraus gewinnen.

Jährlich gibt es drei bis vier Sonderausstellungen zu unterschiedlichsten Themen aus Kunst und Kultur, traditionelle Feste wie Hirtentag, Schaffest, sardischer Abend und Handwerkermarkt oder Apfeltage mit Apfelsortenschau runden das Angebot des lebendigen Museums ab.

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