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5.5.2024
(modifiziert)
Verkehrsachse zu „Schwarzachtaler Heimatmuseum (Museum)”, DE-92431 Neunburg vorm Wald
Verkehrsachse - Straße, Rad, Post, Bahn
Millitaria I zu „Schwarzachtaler Heimatmuseum (Museum)”, DE-92431 Neunburg vorm Wald
Millitaria
Militaria II zu „Schwarzachtaler Heimatmuseum (Museum)”, DE-92431 Neunburg vorm Wald
Militaria
Handel Handwerk Gewerbe zu „Schwarzachtaler Heimatmuseum (Museum)”, DE-92431 Neunburg vorm Wald
Handel, Handwerk,Gewerbe
Totenkult zu „Schwarzachtaler Heimatmuseum (Museum)”, DE-92431 Neunburg vorm Wald
Totenkult
Religiöse Kunst zu „Schwarzachtaler Heimatmuseum (Museum)”, DE-92431 Neunburg vorm Wald
Galerie religiöser Kunst
Abtg.Todesmarsch zu „Schwarzachtaler Heimatmuseum (Museum)”, DE-92431 Neunburg vorm Wald
Abtg.Todesmarsch
Luftbild zu „Schwarzachtaler Heimatmuseum (Museum)”, DE-92431 Neunburg vorm Wald

Museum

Schwarzachtaler Heimatmuseum

Im Berg 12
DE-92431 Neunburg vorm Wald
Mitte Mai bis Ende Sept:
So 14-17 Uhr
Mi 14-16 Uhr

Das Museum der Stadt Neunburg vorm Wald befindet sich in den historischen Räumen des ehemaligen Stadtschlosses, einer Residenz der Wittelsbacher Pfalzgrafen aus dem 15. Jahrhundert, und zählt zu den ältesten und größten der Oberpfalz. Mit einer einzigartigen Sammlung historischer Militaria, eine attraktiven Sammlung sakraler Kunst und einer interessanten Abteilung zur Geschichte und Kultur der Stadt und des Schwarzachtales dokumentiert es rund 1000 Jahre.

Stadtgeschichte

Am Beginn des Rundgangs Beginn informiert die Abteilung Stadtgeschichte über die Wittelsbacher in Neunburg, die alte und neue Stadtverwaltung, die Stadtbefestigung (Schiltenhilm), Kirche und Orden, die Rolle Neunburgs als Verkehrsachse sowie das Dritte Reich und zeigt Ansichten der Stadt Neunburg vorm Wald in diversen Maltechniken.

Krieg, Jagd, Schützen

Verschiedene Kriegsereignisse vom Mittelalter bis zum 19. Jh. haben in Neunburg ihre Spuren hinterlassen. Danach war Neunburg glücklicherweise nicht mehr direkter Kriegsschauplatz, viele Neunburger mussten jedoch bei Kriegen mit „ins Feld ziehen”.

Eine herausragende Rolle in der Gesellschaft einer Stadt spielten seit jeher die Jäger und Schützen. Vor allem die Schützenvereine prägten deutlich das gesellschaftliche Leben.

Handwerk, Handel, Gewerbe

Seit dem Mittelalter prägten Handwerker und Gewerbetreibende das wirtschaftliche Leben von Städten wie Neunburg vorm Wald. Örtliche Gegebenheiten förderten spezielle Wirtschaftszweige. Z.B. begünstigte die unmittelbare Lage am Fluss die Entstehung des Tuchmacher- und Färberhandwerks in Neunburg. Die Wasserkraft der Schwarzach ließ Glasschleifen und Polierwerke entstehen.

Enorme Vielseitigkeit, Kunstfertigkeit und großes technisches Verständnis zeichnete all jene aus, die sich mit Eisenbearbeitung und Eisenverarbeitung beschäftigten. Besonderes Augenmerk liegt auf den Erzeugnissen des ehemaligen Hüttenwerkes Bodenwöhr.

Totenbrauchtum

Bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts hatte die Bestattung der Toten und die Erinnerung an die Verstorbenen große Bedeutung und war mit einer Fülle von Bräuchen und Ritualen verbunden. Epitaphe, geschmiedete Grabkreuze, Totenbretter, Gedenksteine und liturgische Gegenstände zeigen, wie der Verstorbenen gedacht wurde.

Frömmigkeit

Ungezählt sind die Beispiele für Gemälde, Plastiken und ornamentalen Schmuck in Kirchen, Kapellen, Pfarrhäusern, Klöstern und Privathaushalten. Viele der ausgestellten Kreuze, Marien- und Heiligenstatuen, Andachtsbilder und Ornamentformen aus Holz, Stuck oder Metall entstammen den Kirchen und Klöstern in Neunburg und Umgebung.

Von der barocken Ausstattung der Neunburger Pfarrkirche, die 1879 zugunsten einer neugotischen entfernt wurde, blieben die großen Figuren von Gott Vater mit zwei Engeln übrig.

Bäuerliches Hausen

Die Einrichtung der Oberpfälzer Bauernhäuser war in den vergangenen zwei Jahrhunderten einfach und wenig komfortabel. Einzelstücke bäuerlichen Mobiliars und Hausrats, schlicht und funktionell, vermitteln Eindrücke aus dem Leben der Landleute im Schwarzachtal. Die Kücheneinrichtung zeigt, wie gekocht und geheizt wurde. In der Schlafstube standen der vom Schreiner gefertigte Schrank und das Himmelbett, häufig mit einfacher Bemalung. In vielen Stuben auf dem Land stand ein Webstuhl.

Wohnen im Bürgerhaus

Die erste Hälfte des 19. Jh. war geprägt von dem Bedürfnis nach Sicherheit und Ruhe sowie dem Bemühen nach gediegener Bürgerlichkeit. Gepflegtes Mobiliar in den Stilrichtungen des Empire und des Biedermeier gehörte zur Ausstattung bürgerlicher Haushalte in großen und kleinen Städten.

Georg Dorrer

Ein eigener Raum ist dem „Multitalent” Georg Dorrer (1854-1933) ist gewidmet. Der Maler, Zeichner, Chronist, Schriftsteller, Verfasser hinterließ ein beachtliches Gesamtwerk, in dem er Neunburg und die nähere und weitere Umgebung in Wort und Bild festhielt. Seine Darstellungen sind subjektiv, jedoch realistisch und weder beschönigend noch auf Idylle zielend.

Vor- und Frühgeschichte

Immer wieder, selbst in heutiger Zeit, gibt der Erdboden als natürliches Geschichtsarchiv ungeahnte Geheimnisse preis. Die Funde vom Warberg wurden durch den Hobby-Archäologen Harald Schaller aus Pfreimd entdeckt.

Keramik und Glas

Die Oberpfälzer Quarzvorkommen liefern das wichtigste Grundmaterial zur Glasherstellung. Oberpfälzer Glasmacher spezialisierten sich vor allem auf die Erzeugung von Tafelglas für Fenster und Spiegel. Eine Oberpfälzer Spezialität ist das doppelwandige Silberglas, auch „Bauernsilber” genannt.

Schätze der Erde

Der Untergrund der mittleren Oberpfalz enthält eine Fülle von Gesteinen, Mineralien und Bodenschätzen, die bis weit nach dem 2. Weltkrieg teilweise sogar in großem Stil abgebaut wurden. Die Abteilung gibt einen Überblick über die Landschaftsgeschichte und die geologischen Gegebenheiten von Bayern und der Oberpfalz. Eine Bergmannsuniform erinnert an die Tradition der Oberpfälzer Bergleute.

Aussicht

Vom Wartturm des Alten Schlosses herab bietet sich die Möglichkeit, den Gegenstand des Museums, nämlich die Schwarzachtaler Heimat, so zu betrachten, wie sie der Heimatzeichner Georg Dorrer auf der kolorierten Zeichnung darstellte.

Beachtung sollten abschließend auch das Lapidarium (Sammlung von nahezu unbewegbaren Steinen) und die im Museum gezeigten Haus- und Kirchentüren aus Neunburg und der näheren Umgebung finden.

Der Verfasser hat das Museum am 16.2.2017 besucht.

POI

Museum, Neunburg vorm Wald

Heimat­museum Ober­pfälzer Wald

Denk­mal­ge­schütz­ter Pfarr­hof. Reli­giö­ses Brauch­tum, bäuer­liche Ge­brauchs­gegen­stände, Dorf­schule mit Original­mobiliar.

Museum, Rötz

Ober­pfälzer Hand­werks-Museum

Hand­werks­berufe in der Über­gangs­zeit vom manu­ell be­trie­be­nen Hand­werk zu Mecha­ni­sie­rung und Indu­stria­li­sie­rung. Dampf­loko­motive, Hammer­werk, Säge­werk, Dampf­säge­werk und mit Wasser­kraft be­trie­bene Schneid­säge.

Museum, Bruck in der OPf.

Heimat- und Bauern-Museum Mappach

Länd­liches und bäuer­liches Leben frühe­rer Zeiten in einem kleinen Ober­pfälzer Markt­flecken. Histo­rie des Schul­wesens, frü­here medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung, kirch­liche Ge­schichte, Fischerei­wirt­schaft.

Museum, Oberviechtach

Doktor-Eisen­barth-und Stadt­museum

Histo­ri­scher Gold­berg­bau im Raum Ober­viech­tach, der be­rühmte Wander­arzt Doktor Johann Andreas Eisen­barth, Hinter­glas­malerei „Wink­larner Schule”, Votiv- und An­dachts­bilder, Hand­werk und Haus­namen, Kräuter­garten.

Bis 30.6.2024, Waldmünchen

Waldmünchner Raritäten

Museum, Nabburg

Frei­land­museum Ober­pfalz

Ge­lände mit 50 wieder­er­rich­te­ten Ge­bäu­den des länd­lich-bäuer­lichen Raums der Ober­pfalz, die fünf Ober­pfälzer Haus­land­schaf­ten zu­ge­ord­net und mit Gegen­stän­den der Alltags­kultur ein­ge­rich­tet sind. Vor­ge­schichts-Samm­lung.

Bis 2.2.2025, Regensburg

Weltenbrand! Bayern im Ersten Weltkrieg

Mit im Gepäck hatte der gelernte Fass­binder Leonhard Köberlein seine eigene Samm­lung von in Spiritus einge­legten Schlangen, Skor­pionen und Insekten aus „Deutsch-Südwest­afrika”.

Bis 13.10.2024, Amberg

Mensch ärgere Dich nicht

1907 entwickelte der in Amberg geborene Josef Friedrich Schmidt in seiner winzigen Wohnung in München-Giesing das Spiel „Mensch ärgere Dich nicht”. Es wird zum beliebtesten Spiel der Deutschen: bis heute sind mehr als 90 Millionen Exemplare verkauft worden.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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